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Mal uni, mal bunt – tausende Eier schmücken derzeit die Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz

16. März 2013

Etwa 80 laufende Meter Girlandenschmuck, rund 2000 handbemalte Eierschalen, verziert in zahllosen Stunden Handarbeit, mehrere Tage Schmücken des Brunnens, viele helfende Hände – das braucht es alles für einen durchschnittlichen Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz.

Der Osterbrunnen in Gößweinstein

Der Osterbrunnen in Gößweinstein

Der Brauch Osterbrunnen zu schmücken stammt aus der Fränkischen Schweiz und hat sich seit den 1980er Jahren auch weit über die Region hinaus verbreitet. Theorien zur Herkunft gibt es viele. Die am häufigsten genannte führt den Brauch auf die Wasserarmut auf der Hochebene der Fränkischen Schweiz zurück. Das fränkische Jura besteht aus wasserdurchlässigem Dolomit- und Kalkstein, die natürlichen Quellen liegen am Grund der tiefen Täler. Das frische Wasser musste mühsam in die Bergdörfer geschafft werden. Mancherorts wurden Brunnen mit bis zu hundert Meter tiefen Stollen gebaut, die mit aufwändig gemauerten Brunnenhäusern geschützt wurden, wie es beispielsweise auf Schloss Greifenstein oder der Burg Pottenstein der Fall ist. Auch das gemeinschaftliche Reinigen der Brunnen im Frühjahr mag in dieser wasserarmen Region eine besondere Bedeutung gehabt haben.

„100 Jahre Osterbrunnen“ feiert die Fränkische Schweiz in diesem Jahr! 1913 wurde in Engelhardsberg, einem Ortsteil von Wiesenttal, zum ersten Mal im 20. Jahrhundert ein Osterbrunnen geschmückt. Anlass war der Bau einer Wasserleitung hinauf in das Dorf. Ein Grund zum Feiern, da man sich von nun an das mühsame Wasserholen sparen konnte. Wurde zuvor nur die Quelle im Tal geschmückt, waren es nun die an die Wasserleitung angeschlossenen Brunnen, die mit vielen bunten Bändern, den „Pensala“ geschmückt wurden. Von hier aus verbreitete sich das Schmücken von Brunnen in der gesamten Region. Da dies meist um die Osterzeit geschah, kamen fast überall Ostereier dazu.

Das Schmücken der Brunnen folgt einem festen Ablauf. Zunächst wird die Brunnenanlage vom Dreck des Winters und des vergangenen Jahres befreit. Dieses sogenannte „Brunnen fegen“ wurde früher von den jungen Burschen erledigt, heute sind es entweder die den Brunnen schmückenden Frauen oder deren Ehemänner. Danach erfolgt das eigentliche Brunnen schmücken. Der Volksmund spricht hier vom „Brunnen putzen“. Dafür werden aus Fichtenzweigen gebundene Girlanden mit einfarbigen oder kunstvoll bemalten Eierschalen sowie den „Pensala“ genannten bunten Papierbändern verziert. Die Girlanden werden zuvor um die Brunnen gebunden oder mithilfe von Gerüsten zu kunstvollen Formen geflochten. In einigen Orten ziert zudem echter Blumenschmuck die Osterbrunnen. Traditionell werden die meisten Osterbrunnen an Karfreitag aufgestellt. Zwei der berühmtesten Brunnen, die von Heiligenstadt und von Bieberbach, werden in der Woche vor Ostern geschmückt und man kann tagsüber zuschauen, wie viel Mühe dahinter steckt.

Ins Guinnessbuch der Rekorde hat es der Osterbrunnen von Bieberbach, einem Ortsteil von Egloffstein, geschafft. Mit sage und schreibe 11.108 handbemalten Eierschalen gilt er als der größte Osterbrunnen der Welt. Beachtenswert für ein kleines, unscheinbares Dorf auf der Jurahöhe! Der Brunnen ist jedes Jahr von Palmsonntag bis zwei bis drei Wochen nach Ostern, abhängig vom Wetter, geschmückt.

Eine Liste der geschmückten Osterbrunnen erhalten Sie auf der Internetseite der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, wo Sie auch weitere Informationen zu Veranstaltungen und Reisetipps zur Osterzeit erhalten.

Die Freilichttheater-Saison ist in vollem Gange

17. Juli 2012

Ein lauer Sommerabend, die Dämmerung malt ein Farbenfeuerwerk, zunächst in orange und pink, später in grün und blau an den abendlichen Himmel, bevor dieser die Nacht willkommen heißt. Mitten in Mauern, die selbst Teil der Geschichte sind, erleben die Besucher Theater vom Feinsten: Mal lustig, mal traurig, doch immer unterhaltsam! An der Burgenstraße gibt es jeden Sommer einige Freilichtaufführungen, die die Zuschauer in ihren Bann ziehen.

Jedes Jahr im Mai, 2012 vom 1. Mai bis 31. August, beginnen die Sommerspiele der studiobühne bayreuth, die in der Stadt Richard Wagners und der Markgräfin Wilhelmine die Besucher mit ihren Aufführungen unterhalten. Die Spielstätten ließ einst Wilhelmine (1709 – 1758) errichten: Im Ruinentheater von 1744 in der Eremitage, dem prächtigen Park am nordöstlichen Stadtrand Bayreuths, werden seit 1981 von der studiobühne bayreuth Märchen, Komödien und Tragödien inszeniert.
Im Innenhof der tradtionsreichen Klavierfabrik Steingraeber & Söhne, dem 1754 erbauten Steingraeber-Palais, zeigt die studiobühne bayreuth seit 30 Jahren Wagner-Persiflagen während der Festspielzeit.

Die Große Treppe vor St. Michael während einer Aufführung (Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Jürgen Weller)

Ein besonderes Erlebnis ist immer der Besuch der Freilichtspiele Schwäbisch Hall, dieses Jahr vom 9. Juni bis 1. September. Bereits seit 1925 dienen die Stufen der Freitreppe der Stadtkirche St. Michael als Bühne für zahlreiche Aufführungen, die den Schauspielern nahezu akrobatisches Können abverlangen. Neben der Kulisse von St. Michael und dem historischem Marktplatz ist seit 2000, dem Jahr des 75-jährigen Jubiläums der Freilichtspiele in Schwäbisch Hall, auch das Haller Globe Theater, dem berühmten Theater Shakespeares in London nachempfunden, einer der Hauptspielorte.

Das weltberühmte Heidelberger Schloss ist Schauplatz der über die Landesgrenzen hinaus bekannten Heidelberger Schlossfestspiele (17. Juni bis 28. Juli 2012). Das Festival bietet seinen Besuchern alljährlich ein vielfältiges Programm an Musik und Theater in dem unvergleichlichen Ambiente des Schlosshofs.

Ein kleines, aber feines Freilichttheater ist das der Burgbühne Dilsberg. Die Kulisse für die Aufführungen, 2012 vom 22. Juni bis 14. Juli, bilden die Mauern der Bergfeste Dilsberg, die in dem gleichnamigen Teilort Neckargemünds hoch über dem Neckar thront.

Die Faust-Festspiele in Kronach, 27. Juni bis 25. August 2012, gehören zwar zu den jüngeren Freilichtspielen, die erste Aufführung fand 1995 statt, dennoch haben sie sich bereits jetzt einen besonderen Ruf erworben. Das liegt zum einen an dem außergewöhnlichen Veranstaltungsort: Das Theater liegt auf der mächtigen Festung Rosenberg, von wo der Zuschauer einen beeindruckenden Blick auf die Landschaft des Frankenwaldes hat. Zum anderen wird nur in Kronach jedes Jahr “Faust I” gespielt, sowie ausschließlich die größten Klassiker der Weltliteratur. Und das immer in einer Inszenierung getreu dem Motto “Theater wie Kino”, das heißt in modernen Textfassungen, actionreich und unterhaltsam.

Szenenbild einer Vorstellung des Toppler-Theaters in Rothenburg ob der Tauber (Foto: diba)

Noch jünger als die Kronacher Faust-Festpiele ist das Toppler-Theater in Rothenburg ob der Tauber (29. Juni bis 25. August 2012). In Rothenburg war Bildende Kunst, Musik und Literatur immer reichlich im örtlichen Veranstaltungskalender vertreten, doch Schauspiel fehlte. 2006 fanden sich ein paar Theaterliebhaber zusammen, man plante, hatte Visionen – und das berühmte Quäntchen Glück! Denn plötzlich ging alles ganz schnell: Bereits 2008 feierte das neu gegründete Toppler-Theater Premiere. Benannt wurde es nach dem großen Rothenburger Bürgermeister Heinrich Toppler (1340 – 1408). Als Veranstaltungsort war schnell der Nordhof des Reichsstadtmuseums gefunden, dessen fällige Sanierung kurzerhand vorgezogen wurde. So kann nun auch der Besucher in stimmungsvoller Atmosphäre mitten in Rothenburgs Altstadt Theater genießen.

Die Ruine Weibertreu, benannt nach der über die Region hinaus bekannten Begebenheit der “treuen Weiber von Weinsberg”, wird jeden Sommer zur Kulisse für die Weibertreu-Festspiele (6. Juli bis 21. Juli 2012). Die aufgeführten Stücke werden von den Laiendarstellern des Theatervereins Weinsberg liebevoll eingeprobt und aufgeführt.

Die Rother Schlosshofspiele (14. Juli bis 12. August 2012) lassen bereits seit 1957 den Innenhof des Schlosses Ratibor, dem Wahrzeichen der Stadt Roth, zur Bühne werden. Die Theatergruppe der Rother Schlosshofspieler unterhält und begeistert die Zuschauer jedes Jahr aufs Neue, umgeben von den Mauern des in den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts errichteten ehemaligen Jagdschlosses.

Weitere Informationen zu den aufgeführten Stücken und Terminen erhalten Sie bei den jeweiligen Tourist-Informationen oder im Veranstaltungskalender der Burgenstraße.

Neue Wege gehen.

12. Juni 2012

Die Burgenstraße bietet mit ihrem Streckenverlauf einzigartige Möglichkeiten die Natur und Kultur in traumhafter Umgebung zu erwandern. Prädestiniert hierfür ist nicht nur die Fränkische Schweiz, bei der man von Burg zu Burg wandern kann, sondern auch der neue Neckarsteig im Odenwald mit seinem Qualitätswanderweg.

Neckarsteig Einweihung

Am 21. April 2012 wurde in Eberbach der Neckarsteig eingeweiht. Dieser neue beschilderte Qualitätswanderweg der Touristikgemeinschaft Odenwald TGO hat es mit seinen acht Wanderetappen von Heidelberg bis Bad Wimpfen in sich. Sportliche 3.127 Höhenmeter ziehen durch eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt an Sehenswürdigkeiten, romantischen Burgen und historischen Innenstädten vorbei. Auch wenn der Ideengeber für die 126,4 km lange Wanderstrecke der Triathlon-Europameister Timo Bracht ist, dient der Neckarsteig nicht für Leistungssportler, sondern für den Freizeit-Wanderer, der die Bewegung in der freien Natur genießt. Ein Faltplan – erhältlich bei der TGO und bei allen an der Strecke liegenden Gemeinden – informiert ausführlich über die Strecke und alles Wissenswerte.

Wanderer bei der Burg Pottenstein

Ein weiterer Wanderführer verbindet gleich elf Orte an der Burgenstraße in der Fränkischen Schweiz. Die verschiedenen Etappen führen gezielt durch eine faszinierende Burgenlandschaft auf Wanderwegen und ermöglichen die Region auf Schusters Rappen zu erkundigen. Die Route beginnt in Forchheim, verläuft durch das Wiesenttal bis nach Pottenstein und weiter über Waischenfeld und Heiligenstadt nach Memmelsdorf. Bestückt mit attraktiven Sehenswürdigkeiten entlang des Weges, wird jede Wanderung zu einer Entdeckungsreise. Ob die Kaiserpfalz in Forchheim, die Ruinen Neideck und Streitburg im Markt Wiesenttal, die Burg Egloffstein und Gößweinstein oder das Schloss Rabenstein im Ahorntal, um nur einige zu nennen. Eine ausführliche Beschreibung gibt es im kostenlosen Wanderführer, der über die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, Tel. 09191 86-1054 erhältlich ist.

Bollwerke gegen Feinde

17. Mai 2012

Die Burgenstraße führt die Besucher zu zahlreichen Schlössern, Burgen und Festungen. Eine der mächtigsten unter ihnen ist die Festung Rosenberg in Kronach. Dort ist seit dem 17. Mai 2012 in Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte die große Ausstellung “Festungen – Frankens Bollwerke” zu sehen.

Die Festung Rosenberg in Kronach (Foto: Tourismus & Veranstaltungsbetrieb Kronach)

Schon früh begannen die Menschen sich und ihren Besitz durch militärische Befestigungsanlagen vor Feinden zu schützen. Die Anlagen wurden mit der Zeit durch die Modernisierung der Waffen immer ausgeklügelter und größer. Die Hochzeit der großen Festungen begann im späten 15. Jahrhundert, als immer mehr Feuerwaffen eingesetzt wurden. Dementsprechend mussten die Bauwerke auch Kanonenkugeln aufhalten können. So wurden die schmalen, hohen Mauern der Burgen zu massiven Wallmauern und Bastionen.

In Franken veranlasste vor allem der Krieg des Kulmbacher Markgrafen Albrecht Alkibiades 1552 – 1554 die ansässigen Fürsten zum Ausbau strategischer Stützpunkte in Festungen, um ihre Gebiete zu schützen. Die darauffolgenden Zeiten waren kriegerisch und so hatten die Festungen manchen Angriff abzuwehren. Nicht zuletzt der Dreißigjährige Krieg 1618 – 1648 stellte für viele eine Bewährungsprobe dar.

Doch wie lebte es sich auf einer Festung – während eines Krieges und in Friedenszeiten? Wer plante den Bau einer Festung und wie wurde sie errichtet? Wann und warum nahm die Bedeutung der Festungen ab und wie wurden sie danach genutzt?

Das alles erfährt der interessierte Besucher beim Besuch der Ausstellung im Fürstenbau der Festung Rosenberg anhand von faszinierenden Objekten und Mitmach-Stationen. Die Ausstellung “Festungen – Frankens Bollwerke” läuft bis zum 21. Oktober 2012 und ist von Dienstag bis Sonntag von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Tourist-Information Kronach per Telefon 0 92 61/ 97-236 oder Email touristinfo@stadt-kronach.de.

1000 Jahre Bamberger Dom

4. Mai 2012

Dieses Wochenende wird in Bamberg gefeiert: Am 6. Mai 1012 wird der Dom geweiht, nur 5 Jahre nach der Gründung des Bistums Bamberg. Heinrich II. legt den Weihetermin des Bamberger Doms auf seinen Geburtstag, ein Zeichen dafür, wie sehr sich der König und spätere Kaiser mit “seinem” Dom identifiziert.

Der Bamberger Dom mit Alter Hofhaltung

1000 Jahre nach der Weihe lädt das Erzbistum Bamberg mit zahlreichen Veranstaltungen ein, das Jubiläum dieses überragenden Gotteshauses und Baukunstwerkes zu feiern. Rund um die Kathedrale ist für alle etwas geboten: liturgische Angebote, spezielle Führungen, Theaterstücke, Spielszenen zu der 1000jährigen Domgeschichte, Kinderprogramme und Festbetrieb mit Musik und buntem Treiben. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt.

Zwei Sonderausstellungen bringen dem Besucher die Geschichte des Doms näher. Zum einen die große Ausstellung “Dem Himmel entgegen – 1000 Jahre Kaiserdom Bamberg 1012 – 2012″ im Diözesanmuseum, die sich mit dem Bauwerk und den Menschen, die es prägten, beschäftigt. Die Sonderausstellung ist vom 4. Mai bis zum 31. Oktober 2012 geöffnet.
Die Staatsbibliothek Bamberg zeigt vom 14. Mai bis zum 11. August 2012 in ihrer Ausstellung “Schatz für die Ewigkeit”  Buchstiftungen Kaiser Heinrichs II. für seinen Dom zum Bamberger Domweihejubiläum, heute Buchkunstwerke von Weltrang.

Weitere Informationen zum Festprogramm, den Sonderführungen oder speziellen Angeboten erhalten Sie auch bei der Tourist Information Bamberg unter Telefon 0951/2976-200.

Segway-Touren an der Burgenstraße

17. April 2012

Vielleicht sind Sie Ihnen auch schon begegnet – kleine Gruppen mit Segways, die auf Stadterkundungstour sind. Inzwischen werden auch in immer mehr Mitgliedsorten an der Burgenstraße spezielle Führungen mit dem Segway angeboten. Der Vorteil ist sicherlich, dass durch die Motorisierung auch Sehenswürdigkeiten in eine Besichtigungsrunde integriert werden können, ohne einen anstrengenden Fußmarsch unternehmen zu müssen.

Mit dem Segway vor Schloss Schwetzingen

Bei der Tour durch Schwetzingen ist der Startpunkt im Gewerbepark Hardtwald 10 im benachbarten Oftersheim. Von dort aus geht es über die Felder in Richtung Schwetzingen. Am schönen Schlossgarten vorbei, natürlich mit Fotostops, geht die Fahrt weiter in die Innenstadt auf den Schwetzinger Schlossplatz, um dann auf dem Rückweg über die Fahrradwege zur Oftersheimer Grillhütte und am Golfplatz vorbei durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Die Tour nach Schwetzingen dauert etwa 2,5 Stunden und kostet 49 Euro pro Person. Start ist Dienstag und Donnerstag jeweils um 9.30 und 15 Uhr, Freitag um 16 Uhr, Samstag um 15 Uhr und Sonntag um 10 Uhr. Weitere Informationen und Gutscheine gibt es bei der Stadtinformation Schwetzingen unter Telefon 0 62 02/94 58 75 oder stadtinfo@schwetzingen.de. Sondertermine und Angebote für Gruppen erhalten Sie auf Anfrage.

“Die (R)evolution der Bewegung” nennt sich die Segway-Tour durch Heidelberg für Einzelkunden. Nach einer Einweisung gleiten Sie am Neckar bis zum historischen und trendigen Stadtteil Neuenheim. Von hier aus geht es immer am Wasser entlang in Richtung Zoo und durch das Neuenheimer Feld mit seinen beeindruckenden Universitäts- und Klinikgebäuden. Krönender Abschluss ist die Fahrt auf dem Philosophenweg mit einem fantastischen Blick auf das Schloss und Abfahrt durch den Wald zurück zum Startpunkt. Fahrspaß garantiert! Während der Fahrt gibt der Tourbegleiter interessante Informationen zur Strecke und zu den Sehenswürdigkeiten. Die Tour dauert etwa 1¾ Stunden und kostet 49 Euro pro Person. Die Touren werden von März bis Oktober täglich auf Deutsch/ Englisch jeweils um 9.30, 13 und 16 Uhr angeboten, von Juni bis August gibt es zusätzlich das SummerNightSpecial von Montag bis Donnerstag um 19 Uhr. Für Gruppen von 10 bis 20 Personen kostet die Tour 45 Euro, kleinere und größere Gruppen sind auf Anfrage möglich. Auch bei den Heidelberger Touren ist eine Vorreservierung unter Telefon 0 62 21/5 84 02-23 oder guide@heidelberg.de notwendig!

In Schwäbisch Hall besteht erst seit kurzem die Möglichkeit die Stadt und ihre Umgebung per Segway zu erkunden. Die Touren führen ab dem Stadtzentrum durch den idyllischen Stadtpark zur Großcomburg rauf, die mit ihrem umlaufend begehbaren Wehrgang und den romanischen Kunstschätzen zu den Hauptsehenswürdigkeiten Schwäbisch Halls zählt. Die von der Touristik Marketing Schwäbisch Hall vermittelten Touren dauern etwa 1,5 Stunden und kosten 65 Euro. Buchung und Information erhalten Sie unter Telefon 0 79 41/9 94 99 65 oder info@seg-event.de.

Auf Erkundungstour durch Bamberg

Auch Bamberg lässt sich mit einer geführten Segway-Tour erkunden. Zum Einrollen geht´s erst einmal durch Bambergs Englischen Garten, den Hain mit seinem alten Eichenbestand. Die Regnitz entlang führt der Weg zur Schleuse 100 des alten Ludwig-Donau-Kanals, vorbei am prächtigen Barockpalais Villa Concordia hinein in die Altstadt. Im Herzen der Stadt überqueren Sie die Untere Brücke und genießen den Blick auf Klein Venedig und die Farbenpracht des Alten Rathauses. Nach einer kleinen Ehrenrunde auf dem Pfahlplätzchen geht´s auf historischen Pfaden weiter den Domberg hinauf. Von der vergangenen Macht der Fürstbischöfe künden die barocke Residenz und die Alte Hofhaltung mit ihrem romantischen Innenhof. Von weitem sichtbar erhebt sich im Norden der Stadt das ehemalige Kloster St. Michael. Bequem überwinden Sie das Auf und Ab der Bamberger Hügel bis wir vor der Kirche stehen. Vom Abtsgarten aus lässt sich der Blick über die Dächer der Stadt bis weit ins Land hinaus genießen. Nach rasanter Abfahrt geht´s am Alten Krankenhaus vorbei zurück an die Regnitz, die Sie wieder zum Ausgangspunkt zurückführt. Die Tour durch Bamberg dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 50 Euro pro Person. Die Termine zwischen dem 1. März und 31. Oktober 2012 erfahren Sie bei der Tourist Information Bamberg unter Telefon 09 51/29 76-200 oder info@bamberg.info. Dort erhalten Sie auch die Karten für die Segway-Tour.

Wie schon im vergangenen Jahr bietet die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH in Kooperation mit der Firma Sigway auch 2012 wieder Segway-Touren durch Bayreuths Süden an. Nach einer kurzen Fahrt durchs Unigelände führt die Tour unter fachkundiger Leitung auf dem Radweg bis zum Röhrensee, vorbei an den Tiergehegen bis zum Studentenwald. Weiter geht´s entlang der Universitätsstraße zunächst nach Fürsetz und dann weiter nach Oberkonnersreuth. Von dort aus folgt man dem Radweg zurück zur Universität und ist nach einer guten Stunde wieder am Ausgangspunkt. Der Preis für eine Segway-Tour beträgt 35 Euro pro Person. Die Termine werden auf der Internetseite der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH veröffentlicht. Weitere Informationen und Buchung unter Telefon 09 21/8 85 88 oder info@bayreuth-tourismus.de.

Das Segway ist ein Hightech-Roller mit Elektroantrieb, der von selbst die Balance hält. Gelenkt wird er durch die Gewichtsverlagerung des Fahrers, was leicht zu erlernen ist. Bei allen Anbietern startet die Tour mit einer Einweisung und einem kleinen Fahrtraining. Fahren darf das als Verkehrsmittel für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassene Segway jeder ab 15 Jahren mit einem Mindestgewicht von 45 Kilo, der mindestens über einen gültigen Mofa-Führerschein verfügt.

Ein neues Zuhause und ein neuer alter Name

9. Februar 2012

Der Unternehmer Reinhold Würth hat sich über die Jahre als Kunstsammler einen Namen gemacht. Seit Ende Januar präsentiert er nun der Öffentlichkeit eines der teuersten Kunstwerke Deutschlands: Die Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren ist der Höhepunkt der Dauerausstellung “Alte Meister” in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall.

Die "Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen" hat in Schwäbisch Hall ein neues Zuhause gefunden (Foto: Philipp Schönborn)

Vor knapp 500 Jahren schuf Hans Holbein der Jüngere (1497 – 1543) in Basel sein Meisterwerk, die “Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen“. Seinen Namen erhielt das Gemälde von seinem Auftraggeber, dem damaligen Bürgermeister der Stadt Basel. Das Bild zeigt ihn mit seiner Familie knieend zu Füßen Marias, die mit dem Jesuskind auf dem Arm schützend ihren Mantel ausbreitet. Diese Form der Mariendarstellung weist Holbeins Madonna als sogenannte “Schutzmantelmadonna” aus. Es wird vermutet, dass sich Bürgermeister Meyer mit diesem Bild gegen die Reformation stellen und ein katholisches Glaubensbekenntnis ablegen wollte.
Nach dem Tod des Bürgermeisters blieb das Bild zunächst im Besitz der Familie seiner Tochter, wechselte jedoch in der Folgezeit mehrmals seine Besitzer. Mitte des 19. Jahrhunderts gelangte es dann nach Darmstadt, wurde im 2. Weltkrieg nach Schlesien ausgelagert und so vor dem Brand des Darmstädter Schlosses 1944 bewahrt.

Der neue Platz der Schutzmantelmadonna in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall (Foto: andi Schmidt)

Das Ölgemälde war früh schon sehr beliebt, so dass bald eine Kopie der Madonna angefertigt wurde, die dem Maler Bartholomäus Sarburgh zugeschrieben wird. Im 19. Jahrhundert kam es schließlich zu einem Streit, welches der beiden Bilder das echte sei. Das Original war inzwischen im Besitz der hessischen Großherzöge und befand sich im Darmstädter Schloss, während die Fälschung als Holbein’sche Madonna in die Dresdner Gemäldegalerie gelangt war. Das Dresdner Gemälde wurde von den Zeitgenossen meist als das schönere und vollendetere angesehen. Die durch den Kopisten vorgenommenen Änderungen schienen dem Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts mehr zu entsprechen als Holbeins Original. Kunsthistoriker kamen nach eingehenden Untersuchungen, die später durch Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen bestätigt wurden, zu dem Schluss, dass die Darmstädter Madonna das Original von Holbein sei.

Das neue Zuhause der Madonna, die Johanniterkirche, hat ebenfalls eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Der Kirchenbau stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde aber seit der Säkularisation als Profanbau genutzt. So wurde die Johanniterhalle, wie sie lange Zeit genannt wurde, im November 2008 als Dependendance der Kunsthalle Würth neu eröffnet. Nach umfangreicher denkmalgerechter Sanierung ist sie zum idealen Umfeld von Reinhold Würths Sammlung Alter Meister, die unter anderem Werke Lucas Cranach d. Ä., Tilman Riemenschneider oder Hans Holbein d. Ä. umfasst,  geworden. Mit dem Umzug der Schutzmantelmadonna wurde die Johanniterhalle wieder in Johanniterkirche umbenannt, womit ihrer ursprünglichen Funktion als Kirche Rechnung getragen werden soll.

Die Ausstellung “Alte Meister in der Sammlung Würth” in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall kann von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden. Führungen für alle Altersgruppen sind buchbar unter Telefon 07 91/946 72-14 oder johanniterkirche@wuerth.com.

Film ab!

31. Januar 2012

Aufbau für "Die drei Musketiere" in der Alten Hofhaltung in Bamberg (Foto: Pressestelle Stadt Bamberg)

Daniel Craig, Orlando Bloom, Matthias Schweighöfer, Heike Makatsch, Richard Burton, Joseph Fiennes, Heino Ferch, Lex Barker, O.W. Fischer, Liselotte Pulver, Peter Ustinov, Heinz Rühmann. Diese Reihe lässt sich noch fortsetzen und liest sich wie das Who-is-who der Schauspielerrige. Was sie außer der Schauspielerei gemeinsam haben? Sie waren alle schon zu Gast an der Burgenstraße – als Hauptdarsteller von Historienfilmen, Schnulzen oder Filmen für Kinder.

So fechten “Die drei Musketiere” in der Alten Hofhaltung in Bamberg gegen die Leute des Königs, Daniel Craig kämpfte als James Bond in “Casino Royal” auf dem tschechischen Abschnitt der Burgenstraße gegen das Böse, die Veste Coburg wurde in “Luther” für Joseph Fiennes zur Wartburg und Heike Makatsch verkaufte als “Margarete Steiff” in Bad Wimpfen zum ersten Mal die berühmten Filzelefanten.

Wer noch alles wo für welche Filme in Mitgliedsorten der Burgenstraße vor der Kamera stand können Sie ab Seite 52 im neuen Burgenstraßen-Katalog 2012 lesen. Den Katalog können Sie kostenlos bei der Geschäftsstelle der Burgenstraße, Allee 28, 74072 Heilbronn, Telefon 0 71 31/56 40 28, info@burgenstrasse.de oder im Internet bestellen. Ungeduldige können aber auch gleich online im Burgenstraßen-Katalog 2012 blättern!

 

Öhringen – seit Jahresbeginn neues Mitglied der Burgenstraße!

29. Januar 2012

Die Burgenstraße freut sich über ein neues Mitglied! Seit dem 1. Januar 2012  schließt Öhringen die Lücke zwischen Weinsberg und Neuenstein und bereichert die Burgenstraße um ein weiteres attraktives Ziel. Die Stadt liegt eingebettet in die schöne Landschaft Hohenlohes, deren Bezeichnung auf das Geschlecht derer von Hohenlohe zurück geht, die auch in Öhringen eine wichtige Rolle gespielt haben.
Anja Hettenbach, Mitarbeiterin in der Tourist-Information Öhringen: “Öhringen ist Teil der Burgenstraße, da die “heimliche Hauptstadt Hohenlohes” mit ihrem ehemaligen Residenzschloss und dem historischen Hofgarten ein schönes Eingangsportal ins Hohenloher Land, dem ´Land der Burgen und Schlösser´ bietet.”

Das Kornhaus am Öhringer Marktplatz


Die ältesten Ursprünge Öhringens reichen bis in die Steinzeit zurück. Geschichtlich bedeutsam wurde die Stadt erstmals unter den Römern, bei denen sie als “Vicus Aurelianus”, benannt nach dem damaligen Kaiser Marcus Aurelius, durch ihre Lage eine große wirtschaftliche und militärische Bedeutung erlangte. Der Limes, ein fünf Meter hoher Grenzwall, schützte die römische und einheimische Bevölkerung vor den von Osten andrängenden Germanen. Das heutige Weltkulturerbe kann noch heute nahe Öhringen auf knapp 300 Metern begangen werden. Als jedoch um 260 nach Christus die Alamannen in die Region eindrangen, zerfiel das römische Öhringen.
Erst 800 Jahre später taucht die Stadt als Oringowe wieder aus der Geschichte auf. 1037 entstand mit der Gründung eines Öhringer Chorherrenstifts ein erstes geistliches Zentrum. Dessen Gründungsurkunde ist die älteste, die bisher überhaupt über Öhringen gefunden wurde und wird noch heute im Hohenlohe Zentralarchive in Neuenstein, ebenfalls Mitglied der Burgenstraße, aufbewahrt.
Gute 200 Jahre später erregte ein Streit zwischen den Herren von Hohenlohe und Weinsberg über die Vogtei des Stifts große Aufmerksamkeit. In der Urkunde des “Öhringer Weistum” wurde 1253 der Schiedsspruch niedergeschrieben, in dem Öhringen als Stadt bezeichnet wird. Einen Beleg für die offizielle Erhebung Öhringens als Stadt gibt es nicht, jedoch wurden im “Öhringer Weistum” die geistlichen und weltlichen Rechte der Stadt neu geregelt. Die Urkunde gilt derzeit als eine der ältesten in deutscher Sprache.
Das Geschlecht derer von Hohenlohe übte vom 13. bis ins 19. Jahrhundert großen Einfluss auf die Entwicklung Öhringens aus.  Die spätere Fürstenfamilie erhob die Stadt im 17. Jahrhundert zur Residenz. Auch in baulicher Hinsicht wurden damals zahlreiche Marksteine gesetzt, die bis heute das Stadtbild prägen. 

Das Öhringer Schloss

Das Öhringer Schloss – Residenz der Familie von Hohenlohe
Öhringer Schloss wurde 1611 nach Plänen des gräflich hohenlohischen Baumeisters Georg Kern im Renaissance-Stil erbaut und diente ursprünglich als Witwensitz der Gräfin Magdalena von Hohenlohe. Im Laufe der Geschichte wurde es durch das Haus Hohenlohe zum Fürstensitz und zur Residenz erhoben.
Die historischen Repräsentationsräume Blauer und Weißer Saal, das von Hofmaler Schillinger gestaltete Landschaftszimmer und der riesige Gewölbekeller sind, trotz Umbau des Schlosses zum Sitz der Stadtverwaltung, erhalten geblieben und dienen heute als stimmungsvolle Räumlichkeiten für Konzerte und Veranstaltungen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind während der Dienstzeiten gerne bereit, interessierten Besuchern einen kurzen Blick in die Säle des Schlosses zu gewähren, sofern diese nicht wegen einer Besprechung oder Tagung belegt sind. Besucher können sich einfach an der Information im Schloss melden.
Eine große Freitreppe führt vom Schlosshof in den malerischen Hofgarten, der mit seinem Jahrhunderte alten Baumbestand, Wasserlauf, Tiergehege und ehemaligem Hoftheater mit Orangerie eine wunderschöne grüne Oase mitten in der Stadt bildet. Wurde er einst als barocker Schlossgarten angelegt, so ist er heute eher ein Landschaftspark, der einen wunderschönen Rahmen für vielfältige Feste bietet. Bis ins Jahr 2016 wird der Hofgarten behutsam weiterentwickelt, um dann als Teil der Öhringer Landesgartenschau unter dem Motto „Der Limes blüht auf“ viele Besucher und Gäste anzulocken.

Das Schloss und die Stiftskirche von Öhringen

Noch mehr Sehenswürdigkeiten
Markant überragen die beiden Türme der spätgotischen Stiftskirche den mittelalterlichen Stadtkern, deren Bau auf das von Kaisermutter Adelheid im Jahr 1037 gegründete Chorherrenstift zurückgeht. In der Krypta der Kirche steht der Sarkophag der Stifterin.
Das Obere Tor wurde im Jahre 1792 unter Fürst Ludwig Friedrich Karl zu Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen durch Johann Wilhelm Glenck und Johann Georg Glenck erbaut. Das im klassizistischen Stil gehaltene Tor wurde an jener Stelle errichtet, an welcher einst ein sogenannter Obertorturm aus der Stauferzeit gestanden hatte.
Erbaut wurde das Alte Rathaus im Jahre 1504 am Standort des abgebrannten früheren Rathauses, das Graf Kraft VI. von Hohenlohe im Jahre 1496 der Bürgerschaft übergeben hatte. Das stadtbildprägende Gebäude beherbergt seit dem Jahr 1994 die Stadtbücherei der Stadt Öhringen und ist ein kulturell bedeutsamer Anlaufpunkt für Gäste und Besucher aus der gesamten Region.

Die Öhringer Museen
Öhringen hat dem Besucher auch einige Museen anzubieten, die ganz unterschiedliche Themen näher beleuchten. Das Weygang-Museum geht auf den Öhringer Bürger August Weygang (1859 – 1946) zurück, der sein gesamtes Vermögen in Gestalt der “August-und-Thekla-Weygang-Stiftung” der Stadt vermachte, unter der Bedingung, dass in seinem Haus “für alle Zeiten” ein Museum eingerichtet würde. Heute werden dort eine bedeutende Zinn- und Fayencesammlung sowie die Römerfunde aus Öhringen präsentiert. August Weygang war Zinngießer, dessen Handwerksbetrieb zu einem der bedeutendsten der Branche wurde. Daher ist dem Museum eine Zinngießerwerkstatt angeschlossen, die unter anderem Platz für besondere Aktionen ist wie beispielsweise das traditionelle Hasengießen vor Ostern. Kinder können ihre eigene Figur gießen, bearbeiten und dann natürlich mit nach Hause nehmen.
Das Turm-Museum befindet sich auf dem Blasturm der Stiftskirche und war gleichzeitig städtischer Wachturm wie auch Kirchturm. Der Lebens- und Arbeitsplatz des Öhringer Türmers sowie die frühere Nutzung wird den Besuchern auf lebendige Weise dargestellt.
Die Werkstatt Pflaumer war früher eine Schlosserei und später Schleiferei und Messerschmiede. Drei Generationen pflegten die alten Überlieferungen und bewahrten alles nur denkbare Brauchbare auf, so dass der Besucher des Museums Werkstatt Pflaumer heute Einblicke in ein altes Handwerk mit seinen Traditionen und Veränderungen erhalten kann. Die Einrichtung der Werkstatt blieb über Generationen hinweg fast unverändert, was das Filmteam des ARD-Spielfilms “Carl und Bertha Benz” dazu veranlasste dort die Szenen der ersten Wirkungsstätte des Automobilerfinders zu drehen.
Das Auto- und Motorradmuseum und angeschlossene Museum für modernes Glas geht aus der Sammelleidenschaft des Gründers Paul Heyd hervor. Gezeigt werden hauptsächlich Autos und Motorräder der 50er und 60er Jahre. Daneben wird Glaskunst der Jahre 1950 bis 2000 ausgestellt.
Im Meeresmuseum werden die schönsten Muschel- und Schneckenarten aus allen Weltmeeren, darunter viele seltene Stücke wie Tiefwasserformen aus bis zu 4200 Metern Tiefe gezeigt. Die private Sammlung von Kurt Kreipl umfasst derzeit mehr als 36.000 Stücke, von denen ca. 1.800 im Museum zu sehen sind.

Das Öhringer Weindorf

Veranstaltungen im Jahresreigen
Jeweils am dritten Montag im Februar strömen jährlich Tausende von Besuchern auf den traditionellen Öhringer Pferdemarkt. Der Markt findet bereits seit 1823 regelmäßig statt und verbindet auf anschauliche Weise alte Traditionen mit zeitgemäßer und innovativer Landtechnik. Inmitten der malerischen Kulisse des Öhringer Marktplatzes und Schlosshofes kredenzen regionale Weingärtnergenossenschaften und private Weingüter während des Hohenloher Weindorfes ihre edlen Tropfen. Zudem locken in jedem Jahr ein attraktives musikalisches Rahmenprogramm sowie kulinarische Schmankerl viele Weinfreunde in die Stadt.
Einen Abend lang geht es in Öhringen um „die Bretter, die die Welt bedeuten“: Zur Langen Nacht der Kultur präsentieren Theatergruppen aus der Region Auszüge aus ihrem Programm. Zusammen mit Musik und Lichtilluminationen machen sie Öhringen für eine Nacht zu einer großen Theaterbühne. Vorhang auf! Ein bezauberndes Wintermärchen erleben die Besucher in der Vorweihnachtszeit in Öhringen. Vor der romantischen Kulisse von Schloss und Stiftskirche laden auf dem Marktplatz und in den verwinkelten Gassen Kunsthandwerker der Region zum Bummel über den Weihnachtsmarkt ein.


Öhringen mit Führungen entdecken

Besucher Öhringens erhalten in der Tourist-Information das kostenlose Faltblatt “historischer Stadtführer“. Damit kann man – ähnlich dem Weg einer Stadtführung – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einem Rundgang besuchen. Es gibt auch an ein paar Terminen im Jahr öffentliche Stadtführungen – bitte fragen Sie dazu auch in der Tourist-Information nach.
Für Gruppen hat Öhringen einige Führungen anzubieten, bei denen die Besucher allerhand über die Große Kreisstadt erfahren können. Die allgemeine Stadtführung nimmt sie mit auf einen Rundgang durch den historischen Stadtkern Öhringens und zeigt neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch verborgene Winkel und Ecken. “Langeweile tschüss und ade!” heißt es bei den Spielstadtführungen durch Öhringen, die für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren das Richtige sind. Die Umgebung Öhringens können Besucher beispielsweise bei den Führungen am UNESCO-Welterbe Limes oder, wer sich lieber von der hügeligen Weinlandschaft verzaubern lassen möchte, bei den Wein-Erlebnisführungen entdecken. Sowohl für Kinder als auch Erwachsene bieten sich auch die natur- und heimatkundlichen Führungen mit einer erfahrenen Naturparkführerin an. Wer lieber alleine unterwegs ist, für den ist die AudioTour durch den Schwäbischen Wald – “Abhören erlaubt!” – eine gute Wahl. Mit dem Handy können zahlreiche Audiodateien über Sehenswürdigkeiten angewählt werden.

Mehr Informationen über Öhringen erhalten Sie bei der Tourist-Information am Marktplatz 15, per Telefon 0 79 41/ 68-118, per Email unter tourist@oehringen.de oder im Internet unter www.oehringen.de. Natürlich findet sich Öhringen auch bereits auf der Internetseite der Burgenstraße und im Burgenstraßen-Katalog 2012!

Die Burgenstraße freut sich, dass Öhringen neues Mitglied unserer Ferienstraße ist

und lädt alle Besucher der Route ein, diese schöne Stadt in Hohenlohe näher kennenzulernen.

Frankens große Ausstellungen 2012

3. Januar 2012

Was haben Gespenster, Karawanen, Festungen, Albrecht Dürer und ein Kaiserdom miteinander zu tun? Richtig, sie sind jeweils Thema in den vielen großen Ausstellungen, die dieses Jahr auf dem fränkischen Teil der Burgenstraße den Besuchern andere Zeiten und Kulturen nahe bringen.

Mehr als 130 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken zeigt das Neue Museum Nürnberg in seiner Winterausstellung „Gespenster, Magie und Zauber“ bis zum 26. Februar 2012. Die Werke stammen von über 40 Künstlern aus der Zeit seit dem späten 18. Jahrhundert. Die Aufklärung hatte Geister, Hexen, Zauberwesen und magische Erscheinungen damals ins Reich des Irrationalen verbannt, in der Kunst fand die Beschäftigung damit ein umso willkommeneres Ventil und provozierte geradezu eine fantasievolle, zugleich sinnliche wie übersinnliche Bilderfülle. Mit exemplarischen Positionen spannt die Ausstellung einen Bogen von Johann Heinrich Füssli über den „Hexenmeister“ Faust und den Spiritismus des 19. Jahrhunderts bei Gabriel von Max bis zur Gegenwart mit Joseph Beuys, Sigmar Polke, Arnulf Rainer und anderen Protagonisten.

Bis aus Indien, China und Südostasien gelangten exotische Gewürze, Seide und Porzellan über uralte Handelsrouten an die Küsten des östlichen Mittelmeers und damit nach Europa: Die „Seidenstraße“ oder die „Weihrauchstraße“ wecken noch heute Fernweh und Vorstellungen von großartigen Kulturschätzen, und die Kamelkarawanen waren nicht weniger als die Wegbereiter des globalen Wirtschaftsaustauschs. Im Nürnberger DB-Museum schlägt jetzt bis 29. April 2012 eine Sonderausstellung eine Brücke von der Jahrhunderte langen Tradition der „Wüstenschiffe“ über die Bahnlegenden wie den „Orient-Express“ und die Bagdad-Bahn bis zu den Warenströmen und Verkehrsmitteln der Gegenwart. In der in Zusammenarbeit mit dem Verein Arabisches Museum Nürnberg entstandenen Schau “Karawanen” entführen große Exponate wie ein Beduinenzelt, viele Bilder und Karten, Musik und Kalligrafie in die Welt von 1.001 Nacht und stellen sie der Transporttechnik des 20. und 21. Jahrhunderts gegenüber.

Dürer Haller Madonna

Albrecht Dürers sogenannte "Haller Madonna"

2012 steht Nürnberg ganz im Zeichen Albrecht Dürers. Damit widmet sich Nürnberg nicht nur einem der berühmtesten Söhne der Stadt, sondern auch einem der bedeutendsten Maler Deutschlands. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Germanische Nationalmuseum (GNM) mit der Ausstellung „Der frühe Dürer“, die vom 24. Mai bis 2. September 2012 läuft. Mit rund 200 Originalwerken Dürers – darunter das Porträt von Dürers Mutter als ältestem bekannten Dürer-Gemälde – ist sie die größte Dürer-Ausstellung seit 40 Jahren in Deutschland. Sie schafft ganz neue Zugänge zu diesem Künstler – unter anderem durch das „Dürer-Labor“, das einen Einblick in die Arbeitsweise von Kunsthistorikern gewährt.

Doch Dürers Vermächtnis ist auch außerhalb des GNM deutlich spürbar. Das merkt man, wenn man etwa auf dem „Dürer-Weg“ in die Fußstapfen des Meisters tritt. Er beginnt am GNM und führt quer durch die Nürnberger Altstadt bis zum Albrecht-Dürer-Haus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kaiserburg. Ausgerüstet mit einem Mini-Computer erschließt sich in Bild und Ton, wie Dürer mit der Stadt, ihrer Architektur, ihrer Kunst und ihrer Geschichte verbunden ist. Wer am Dürer-Haus angekommen ist, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Das Haus, in dem die Dürers von 1509 an lebten, wurde inhaltlich neu konzeptioniert: Unter anderem präsentiert eine neue Medienstation 43 ausgewählte Werke aus Dürers 43 Schaffensjahren und der neue Dürersaal zeigt die wichtigsten Gemälde Dürers in historischen Kopien.

Im Nürnberger „Jahr der Kunst“ steht aber noch ein weiterer Höhepunkt an: der 350. Geburtstag der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste und damit der ältesten Kunstakademie Deutschlands. Dieses Jubiläum wird mit besonderen Ausstellungen im Stadtmuseum Fembohaus und im Neuen Museum gefeiert. Auch der Kunstwettbewerb der „Blauen Nacht“, Nürnbergs beliebter Nacht der Kunst und Kultur mit ihren eindrucksvollen Lichtinstallationen am 19. Mai 2012, ist in diesem Jahr ganz den Studenten der Akademie vorbehalten.

Festung Rosenberg

Die Festung Rosenberg in Kronach (Foto: Hajo Dietz)

In Bamberg führt ein großes Jubiläum 1.000 Jahre zu einem bedeutenden Tag für die UNESCO-Welterbestadt zurück: Am 6. Mai des Jahres 1012 und damit an seinem Geburtstag lässt König Heinrich II., späterer deutscher Kaiser, in einer großartigen Zeremonie den Bamberger Dom weihen. Auch 1.000 Jahre später ist er mit seinen vier über 70 Meter hohen Türmen noch das Wahrzeichen der Stadt. Kunstschätze wie die Figur des „Bamberger Reiters“, das Doppelgrab des heilig gesprochenen Ehepaars Heinrich und Kunigunde und das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Weltkulturerbes. Die ganze Geschichte des Bauwerks zeigt vom 4. Mai bis 31. Oktober 2012 die Sonderausstellung „Dem Himmel entgegen – 1000 Jahre Kaiserdom Bamberg 1012-2012“ im Diözesanmuseum. Sie schlägt nicht nur einen interaktiven Bogen von der Baugeschichte des Doms zu seiner sakralen Bedeutung, sondern ermöglicht auch den Zugang zu sonst nicht öffentlichen Orten im Dom. Viele Feste, Führungen und Aktionen machen den Dom das ganze Jahr über zum Jubiläumsort. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das Heinrichsfest vom 6. bis 8. Juli 2012.

Frankens Burgen rücken 2012 zudem besonders in den Mittelpunkt – dank der Bayernausstellung „Frankens Bollwerke“ auf der Festung Rosenberg in Kronach. Vom 16. Mai bis 21. Oktober 2012 erwecken mit dieser Ausstellung das Haus der Bayerischen Geschichte und die Stadt Kronach ein Stück wehrhafter fränkischer Geschichte zum Leben. Als einer der am besten erhaltenen Festungsanlagen in Deutschland ist die Festung Rosenberg der ideale Rahmen für die Ausstellung, die unter anderem mit vielen Aktivstationen sowohl Kriegszeiten und Belagerungen als auch den Alltag der Soldaten, der Handwerker und ihrer Familien thematisiert.

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