Archiv für die Kategorie 'Museen und Führungen'

Segway-Touren an der Burgenstraße

17. April 2012

Vielleicht sind Sie Ihnen auch schon begegnet – kleine Gruppen mit Segways, die auf Stadterkundungstour sind. Inzwischen werden auch in immer mehr Mitgliedsorten an der Burgenstraße spezielle Führungen mit dem Segway angeboten. Der Vorteil ist sicherlich, dass durch die Motorisierung auch Sehenswürdigkeiten in eine Besichtigungsrunde integriert werden können, ohne einen anstrengenden Fußmarsch unternehmen zu müssen.

Mit dem Segway vor Schloss Schwetzingen

Bei der Tour durch Schwetzingen ist der Startpunkt im Gewerbepark Hardtwald 10 im benachbarten Oftersheim. Von dort aus geht es über die Felder in Richtung Schwetzingen. Am schönen Schlossgarten vorbei, natürlich mit Fotostops, geht die Fahrt weiter in die Innenstadt auf den Schwetzinger Schlossplatz, um dann auf dem Rückweg über die Fahrradwege zur Oftersheimer Grillhütte und am Golfplatz vorbei durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Die Tour nach Schwetzingen dauert etwa 2,5 Stunden und kostet 49 Euro pro Person. Start ist Dienstag und Donnerstag jeweils um 9.30 und 15 Uhr, Freitag um 16 Uhr, Samstag um 15 Uhr und Sonntag um 10 Uhr. Weitere Informationen und Gutscheine gibt es bei der Stadtinformation Schwetzingen unter Telefon 0 62 02/94 58 75 oder stadtinfo@schwetzingen.de. Sondertermine und Angebote für Gruppen erhalten Sie auf Anfrage.

“Die (R)evolution der Bewegung” nennt sich die Segway-Tour durch Heidelberg für Einzelkunden. Nach einer Einweisung gleiten Sie am Neckar bis zum historischen und trendigen Stadtteil Neuenheim. Von hier aus geht es immer am Wasser entlang in Richtung Zoo und durch das Neuenheimer Feld mit seinen beeindruckenden Universitäts- und Klinikgebäuden. Krönender Abschluss ist die Fahrt auf dem Philosophenweg mit einem fantastischen Blick auf das Schloss und Abfahrt durch den Wald zurück zum Startpunkt. Fahrspaß garantiert! Während der Fahrt gibt der Tourbegleiter interessante Informationen zur Strecke und zu den Sehenswürdigkeiten. Die Tour dauert etwa 1¾ Stunden und kostet 49 Euro pro Person. Die Touren werden von März bis Oktober täglich auf Deutsch/ Englisch jeweils um 9.30, 13 und 16 Uhr angeboten, von Juni bis August gibt es zusätzlich das SummerNightSpecial von Montag bis Donnerstag um 19 Uhr. Für Gruppen von 10 bis 20 Personen kostet die Tour 45 Euro, kleinere und größere Gruppen sind auf Anfrage möglich. Auch bei den Heidelberger Touren ist eine Vorreservierung unter Telefon 0 62 21/5 84 02-23 oder guide@heidelberg.de notwendig!

In Schwäbisch Hall besteht erst seit kurzem die Möglichkeit die Stadt und ihre Umgebung per Segway zu erkunden. Die Touren führen ab dem Stadtzentrum durch den idyllischen Stadtpark zur Großcomburg rauf, die mit ihrem umlaufend begehbaren Wehrgang und den romanischen Kunstschätzen zu den Hauptsehenswürdigkeiten Schwäbisch Halls zählt. Die von der Touristik Marketing Schwäbisch Hall vermittelten Touren dauern etwa 1,5 Stunden und kosten 65 Euro. Buchung und Information erhalten Sie unter Telefon 0 79 41/9 94 99 65 oder info@seg-event.de.

Auf Erkundungstour durch Bamberg

Auch Bamberg lässt sich mit einer geführten Segway-Tour erkunden. Zum Einrollen geht´s erst einmal durch Bambergs Englischen Garten, den Hain mit seinem alten Eichenbestand. Die Regnitz entlang führt der Weg zur Schleuse 100 des alten Ludwig-Donau-Kanals, vorbei am prächtigen Barockpalais Villa Concordia hinein in die Altstadt. Im Herzen der Stadt überqueren Sie die Untere Brücke und genießen den Blick auf Klein Venedig und die Farbenpracht des Alten Rathauses. Nach einer kleinen Ehrenrunde auf dem Pfahlplätzchen geht´s auf historischen Pfaden weiter den Domberg hinauf. Von der vergangenen Macht der Fürstbischöfe künden die barocke Residenz und die Alte Hofhaltung mit ihrem romantischen Innenhof. Von weitem sichtbar erhebt sich im Norden der Stadt das ehemalige Kloster St. Michael. Bequem überwinden Sie das Auf und Ab der Bamberger Hügel bis wir vor der Kirche stehen. Vom Abtsgarten aus lässt sich der Blick über die Dächer der Stadt bis weit ins Land hinaus genießen. Nach rasanter Abfahrt geht´s am Alten Krankenhaus vorbei zurück an die Regnitz, die Sie wieder zum Ausgangspunkt zurückführt. Die Tour durch Bamberg dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 50 Euro pro Person. Die Termine zwischen dem 1. März und 31. Oktober 2012 erfahren Sie bei der Tourist Information Bamberg unter Telefon 09 51/29 76-200 oder info@bamberg.info. Dort erhalten Sie auch die Karten für die Segway-Tour.

Wie schon im vergangenen Jahr bietet die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH in Kooperation mit der Firma Sigway auch 2012 wieder Segway-Touren durch Bayreuths Süden an. Nach einer kurzen Fahrt durchs Unigelände führt die Tour unter fachkundiger Leitung auf dem Radweg bis zum Röhrensee, vorbei an den Tiergehegen bis zum Studentenwald. Weiter geht´s entlang der Universitätsstraße zunächst nach Fürsetz und dann weiter nach Oberkonnersreuth. Von dort aus folgt man dem Radweg zurück zur Universität und ist nach einer guten Stunde wieder am Ausgangspunkt. Der Preis für eine Segway-Tour beträgt 35 Euro pro Person. Die Termine werden auf der Internetseite der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH veröffentlicht. Weitere Informationen und Buchung unter Telefon 09 21/8 85 88 oder info@bayreuth-tourismus.de.

Das Segway ist ein Hightech-Roller mit Elektroantrieb, der von selbst die Balance hält. Gelenkt wird er durch die Gewichtsverlagerung des Fahrers, was leicht zu erlernen ist. Bei allen Anbietern startet die Tour mit einer Einweisung und einem kleinen Fahrtraining. Fahren darf das als Verkehrsmittel für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassene Segway jeder ab 15 Jahren mit einem Mindestgewicht von 45 Kilo, der mindestens über einen gültigen Mofa-Führerschein verfügt.

Ein neues Zuhause und ein neuer alter Name

9. Februar 2012

Der Unternehmer Reinhold Würth hat sich über die Jahre als Kunstsammler einen Namen gemacht. Seit Ende Januar präsentiert er nun der Öffentlichkeit eines der teuersten Kunstwerke Deutschlands: Die Schutzmantelmadonna von Hans Holbein dem Jüngeren ist der Höhepunkt der Dauerausstellung “Alte Meister” in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall.

Die "Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen" hat in Schwäbisch Hall ein neues Zuhause gefunden (Foto: Philipp Schönborn)

Vor knapp 500 Jahren schuf Hans Holbein der Jüngere (1497 – 1543) in Basel sein Meisterwerk, die “Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen“. Seinen Namen erhielt das Gemälde von seinem Auftraggeber, dem damaligen Bürgermeister der Stadt Basel. Das Bild zeigt ihn mit seiner Familie knieend zu Füßen Marias, die mit dem Jesuskind auf dem Arm schützend ihren Mantel ausbreitet. Diese Form der Mariendarstellung weist Holbeins Madonna als sogenannte “Schutzmantelmadonna” aus. Es wird vermutet, dass sich Bürgermeister Meyer mit diesem Bild gegen die Reformation stellen und ein katholisches Glaubensbekenntnis ablegen wollte.
Nach dem Tod des Bürgermeisters blieb das Bild zunächst im Besitz der Familie seiner Tochter, wechselte jedoch in der Folgezeit mehrmals seine Besitzer. Mitte des 19. Jahrhunderts gelangte es dann nach Darmstadt, wurde im 2. Weltkrieg nach Schlesien ausgelagert und so vor dem Brand des Darmstädter Schlosses 1944 bewahrt.

Der neue Platz der Schutzmantelmadonna in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall (Foto: andi Schmidt)

Das Ölgemälde war früh schon sehr beliebt, so dass bald eine Kopie der Madonna angefertigt wurde, die dem Maler Bartholomäus Sarburgh zugeschrieben wird. Im 19. Jahrhundert kam es schließlich zu einem Streit, welches der beiden Bilder das echte sei. Das Original war inzwischen im Besitz der hessischen Großherzöge und befand sich im Darmstädter Schloss, während die Fälschung als Holbein’sche Madonna in die Dresdner Gemäldegalerie gelangt war. Das Dresdner Gemälde wurde von den Zeitgenossen meist als das schönere und vollendetere angesehen. Die durch den Kopisten vorgenommenen Änderungen schienen dem Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts mehr zu entsprechen als Holbeins Original. Kunsthistoriker kamen nach eingehenden Untersuchungen, die später durch Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen bestätigt wurden, zu dem Schluss, dass die Darmstädter Madonna das Original von Holbein sei.

Das neue Zuhause der Madonna, die Johanniterkirche, hat ebenfalls eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Der Kirchenbau stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde aber seit der Säkularisation als Profanbau genutzt. So wurde die Johanniterhalle, wie sie lange Zeit genannt wurde, im November 2008 als Dependendance der Kunsthalle Würth neu eröffnet. Nach umfangreicher denkmalgerechter Sanierung ist sie zum idealen Umfeld von Reinhold Würths Sammlung Alter Meister, die unter anderem Werke Lucas Cranach d. Ä., Tilman Riemenschneider oder Hans Holbein d. Ä. umfasst,  geworden. Mit dem Umzug der Schutzmantelmadonna wurde die Johanniterhalle wieder in Johanniterkirche umbenannt, womit ihrer ursprünglichen Funktion als Kirche Rechnung getragen werden soll.

Die Ausstellung “Alte Meister in der Sammlung Würth” in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall kann von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden. Führungen für alle Altersgruppen sind buchbar unter Telefon 07 91/946 72-14 oder johanniterkirche@wuerth.com.

Öhringen – seit Jahresbeginn neues Mitglied der Burgenstraße!

29. Januar 2012

Die Burgenstraße freut sich über ein neues Mitglied! Seit dem 1. Januar 2012  schließt Öhringen die Lücke zwischen Weinsberg und Neuenstein und bereichert die Burgenstraße um ein weiteres attraktives Ziel. Die Stadt liegt eingebettet in die schöne Landschaft Hohenlohes, deren Bezeichnung auf das Geschlecht derer von Hohenlohe zurück geht, die auch in Öhringen eine wichtige Rolle gespielt haben.
Anja Hettenbach, Mitarbeiterin in der Tourist-Information Öhringen: “Öhringen ist Teil der Burgenstraße, da die “heimliche Hauptstadt Hohenlohes” mit ihrem ehemaligen Residenzschloss und dem historischen Hofgarten ein schönes Eingangsportal ins Hohenloher Land, dem ´Land der Burgen und Schlösser´ bietet.”

Das Kornhaus am Öhringer Marktplatz


Die ältesten Ursprünge Öhringens reichen bis in die Steinzeit zurück. Geschichtlich bedeutsam wurde die Stadt erstmals unter den Römern, bei denen sie als “Vicus Aurelianus”, benannt nach dem damaligen Kaiser Marcus Aurelius, durch ihre Lage eine große wirtschaftliche und militärische Bedeutung erlangte. Der Limes, ein fünf Meter hoher Grenzwall, schützte die römische und einheimische Bevölkerung vor den von Osten andrängenden Germanen. Das heutige Weltkulturerbe kann noch heute nahe Öhringen auf knapp 300 Metern begangen werden. Als jedoch um 260 nach Christus die Alamannen in die Region eindrangen, zerfiel das römische Öhringen.
Erst 800 Jahre später taucht die Stadt als Oringowe wieder aus der Geschichte auf. 1037 entstand mit der Gründung eines Öhringer Chorherrenstifts ein erstes geistliches Zentrum. Dessen Gründungsurkunde ist die älteste, die bisher überhaupt über Öhringen gefunden wurde und wird noch heute im Hohenlohe Zentralarchive in Neuenstein, ebenfalls Mitglied der Burgenstraße, aufbewahrt.
Gute 200 Jahre später erregte ein Streit zwischen den Herren von Hohenlohe und Weinsberg über die Vogtei des Stifts große Aufmerksamkeit. In der Urkunde des “Öhringer Weistum” wurde 1253 der Schiedsspruch niedergeschrieben, in dem Öhringen als Stadt bezeichnet wird. Einen Beleg für die offizielle Erhebung Öhringens als Stadt gibt es nicht, jedoch wurden im “Öhringer Weistum” die geistlichen und weltlichen Rechte der Stadt neu geregelt. Die Urkunde gilt derzeit als eine der ältesten in deutscher Sprache.
Das Geschlecht derer von Hohenlohe übte vom 13. bis ins 19. Jahrhundert großen Einfluss auf die Entwicklung Öhringens aus.  Die spätere Fürstenfamilie erhob die Stadt im 17. Jahrhundert zur Residenz. Auch in baulicher Hinsicht wurden damals zahlreiche Marksteine gesetzt, die bis heute das Stadtbild prägen. 

Das Öhringer Schloss

Das Öhringer Schloss – Residenz der Familie von Hohenlohe
Öhringer Schloss wurde 1611 nach Plänen des gräflich hohenlohischen Baumeisters Georg Kern im Renaissance-Stil erbaut und diente ursprünglich als Witwensitz der Gräfin Magdalena von Hohenlohe. Im Laufe der Geschichte wurde es durch das Haus Hohenlohe zum Fürstensitz und zur Residenz erhoben.
Die historischen Repräsentationsräume Blauer und Weißer Saal, das von Hofmaler Schillinger gestaltete Landschaftszimmer und der riesige Gewölbekeller sind, trotz Umbau des Schlosses zum Sitz der Stadtverwaltung, erhalten geblieben und dienen heute als stimmungsvolle Räumlichkeiten für Konzerte und Veranstaltungen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind während der Dienstzeiten gerne bereit, interessierten Besuchern einen kurzen Blick in die Säle des Schlosses zu gewähren, sofern diese nicht wegen einer Besprechung oder Tagung belegt sind. Besucher können sich einfach an der Information im Schloss melden.
Eine große Freitreppe führt vom Schlosshof in den malerischen Hofgarten, der mit seinem Jahrhunderte alten Baumbestand, Wasserlauf, Tiergehege und ehemaligem Hoftheater mit Orangerie eine wunderschöne grüne Oase mitten in der Stadt bildet. Wurde er einst als barocker Schlossgarten angelegt, so ist er heute eher ein Landschaftspark, der einen wunderschönen Rahmen für vielfältige Feste bietet. Bis ins Jahr 2016 wird der Hofgarten behutsam weiterentwickelt, um dann als Teil der Öhringer Landesgartenschau unter dem Motto „Der Limes blüht auf“ viele Besucher und Gäste anzulocken.

Das Schloss und die Stiftskirche von Öhringen

Noch mehr Sehenswürdigkeiten
Markant überragen die beiden Türme der spätgotischen Stiftskirche den mittelalterlichen Stadtkern, deren Bau auf das von Kaisermutter Adelheid im Jahr 1037 gegründete Chorherrenstift zurückgeht. In der Krypta der Kirche steht der Sarkophag der Stifterin.
Das Obere Tor wurde im Jahre 1792 unter Fürst Ludwig Friedrich Karl zu Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen durch Johann Wilhelm Glenck und Johann Georg Glenck erbaut. Das im klassizistischen Stil gehaltene Tor wurde an jener Stelle errichtet, an welcher einst ein sogenannter Obertorturm aus der Stauferzeit gestanden hatte.
Erbaut wurde das Alte Rathaus im Jahre 1504 am Standort des abgebrannten früheren Rathauses, das Graf Kraft VI. von Hohenlohe im Jahre 1496 der Bürgerschaft übergeben hatte. Das stadtbildprägende Gebäude beherbergt seit dem Jahr 1994 die Stadtbücherei der Stadt Öhringen und ist ein kulturell bedeutsamer Anlaufpunkt für Gäste und Besucher aus der gesamten Region.

Die Öhringer Museen
Öhringen hat dem Besucher auch einige Museen anzubieten, die ganz unterschiedliche Themen näher beleuchten. Das Weygang-Museum geht auf den Öhringer Bürger August Weygang (1859 – 1946) zurück, der sein gesamtes Vermögen in Gestalt der “August-und-Thekla-Weygang-Stiftung” der Stadt vermachte, unter der Bedingung, dass in seinem Haus “für alle Zeiten” ein Museum eingerichtet würde. Heute werden dort eine bedeutende Zinn- und Fayencesammlung sowie die Römerfunde aus Öhringen präsentiert. August Weygang war Zinngießer, dessen Handwerksbetrieb zu einem der bedeutendsten der Branche wurde. Daher ist dem Museum eine Zinngießerwerkstatt angeschlossen, die unter anderem Platz für besondere Aktionen ist wie beispielsweise das traditionelle Hasengießen vor Ostern. Kinder können ihre eigene Figur gießen, bearbeiten und dann natürlich mit nach Hause nehmen.
Das Turm-Museum befindet sich auf dem Blasturm der Stiftskirche und war gleichzeitig städtischer Wachturm wie auch Kirchturm. Der Lebens- und Arbeitsplatz des Öhringer Türmers sowie die frühere Nutzung wird den Besuchern auf lebendige Weise dargestellt.
Die Werkstatt Pflaumer war früher eine Schlosserei und später Schleiferei und Messerschmiede. Drei Generationen pflegten die alten Überlieferungen und bewahrten alles nur denkbare Brauchbare auf, so dass der Besucher des Museums Werkstatt Pflaumer heute Einblicke in ein altes Handwerk mit seinen Traditionen und Veränderungen erhalten kann. Die Einrichtung der Werkstatt blieb über Generationen hinweg fast unverändert, was das Filmteam des ARD-Spielfilms “Carl und Bertha Benz” dazu veranlasste dort die Szenen der ersten Wirkungsstätte des Automobilerfinders zu drehen.
Das Auto- und Motorradmuseum und angeschlossene Museum für modernes Glas geht aus der Sammelleidenschaft des Gründers Paul Heyd hervor. Gezeigt werden hauptsächlich Autos und Motorräder der 50er und 60er Jahre. Daneben wird Glaskunst der Jahre 1950 bis 2000 ausgestellt.
Im Meeresmuseum werden die schönsten Muschel- und Schneckenarten aus allen Weltmeeren, darunter viele seltene Stücke wie Tiefwasserformen aus bis zu 4200 Metern Tiefe gezeigt. Die private Sammlung von Kurt Kreipl umfasst derzeit mehr als 36.000 Stücke, von denen ca. 1.800 im Museum zu sehen sind.

Das Öhringer Weindorf

Veranstaltungen im Jahresreigen
Jeweils am dritten Montag im Februar strömen jährlich Tausende von Besuchern auf den traditionellen Öhringer Pferdemarkt. Der Markt findet bereits seit 1823 regelmäßig statt und verbindet auf anschauliche Weise alte Traditionen mit zeitgemäßer und innovativer Landtechnik. Inmitten der malerischen Kulisse des Öhringer Marktplatzes und Schlosshofes kredenzen regionale Weingärtnergenossenschaften und private Weingüter während des Hohenloher Weindorfes ihre edlen Tropfen. Zudem locken in jedem Jahr ein attraktives musikalisches Rahmenprogramm sowie kulinarische Schmankerl viele Weinfreunde in die Stadt.
Einen Abend lang geht es in Öhringen um „die Bretter, die die Welt bedeuten“: Zur Langen Nacht der Kultur präsentieren Theatergruppen aus der Region Auszüge aus ihrem Programm. Zusammen mit Musik und Lichtilluminationen machen sie Öhringen für eine Nacht zu einer großen Theaterbühne. Vorhang auf! Ein bezauberndes Wintermärchen erleben die Besucher in der Vorweihnachtszeit in Öhringen. Vor der romantischen Kulisse von Schloss und Stiftskirche laden auf dem Marktplatz und in den verwinkelten Gassen Kunsthandwerker der Region zum Bummel über den Weihnachtsmarkt ein.


Öhringen mit Führungen entdecken

Besucher Öhringens erhalten in der Tourist-Information das kostenlose Faltblatt “historischer Stadtführer“. Damit kann man – ähnlich dem Weg einer Stadtführung – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einem Rundgang besuchen. Es gibt auch an ein paar Terminen im Jahr öffentliche Stadtführungen – bitte fragen Sie dazu auch in der Tourist-Information nach.
Für Gruppen hat Öhringen einige Führungen anzubieten, bei denen die Besucher allerhand über die Große Kreisstadt erfahren können. Die allgemeine Stadtführung nimmt sie mit auf einen Rundgang durch den historischen Stadtkern Öhringens und zeigt neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch verborgene Winkel und Ecken. “Langeweile tschüss und ade!” heißt es bei den Spielstadtführungen durch Öhringen, die für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren das Richtige sind. Die Umgebung Öhringens können Besucher beispielsweise bei den Führungen am UNESCO-Welterbe Limes oder, wer sich lieber von der hügeligen Weinlandschaft verzaubern lassen möchte, bei den Wein-Erlebnisführungen entdecken. Sowohl für Kinder als auch Erwachsene bieten sich auch die natur- und heimatkundlichen Führungen mit einer erfahrenen Naturparkführerin an. Wer lieber alleine unterwegs ist, für den ist die AudioTour durch den Schwäbischen Wald – “Abhören erlaubt!” – eine gute Wahl. Mit dem Handy können zahlreiche Audiodateien über Sehenswürdigkeiten angewählt werden.

Mehr Informationen über Öhringen erhalten Sie bei der Tourist-Information am Marktplatz 15, per Telefon 0 79 41/ 68-118, per Email unter tourist@oehringen.de oder im Internet unter www.oehringen.de. Natürlich findet sich Öhringen auch bereits auf der Internetseite der Burgenstraße und im Burgenstraßen-Katalog 2012!

Die Burgenstraße freut sich, dass Öhringen neues Mitglied unserer Ferienstraße ist

und lädt alle Besucher der Route ein, diese schöne Stadt in Hohenlohe näher kennenzulernen.

Frankens große Ausstellungen 2012

3. Januar 2012

Was haben Gespenster, Karawanen, Festungen, Albrecht Dürer und ein Kaiserdom miteinander zu tun? Richtig, sie sind jeweils Thema in den vielen großen Ausstellungen, die dieses Jahr auf dem fränkischen Teil der Burgenstraße den Besuchern andere Zeiten und Kulturen nahe bringen.

Mehr als 130 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken zeigt das Neue Museum Nürnberg in seiner Winterausstellung „Gespenster, Magie und Zauber“ bis zum 26. Februar 2012. Die Werke stammen von über 40 Künstlern aus der Zeit seit dem späten 18. Jahrhundert. Die Aufklärung hatte Geister, Hexen, Zauberwesen und magische Erscheinungen damals ins Reich des Irrationalen verbannt, in der Kunst fand die Beschäftigung damit ein umso willkommeneres Ventil und provozierte geradezu eine fantasievolle, zugleich sinnliche wie übersinnliche Bilderfülle. Mit exemplarischen Positionen spannt die Ausstellung einen Bogen von Johann Heinrich Füssli über den „Hexenmeister“ Faust und den Spiritismus des 19. Jahrhunderts bei Gabriel von Max bis zur Gegenwart mit Joseph Beuys, Sigmar Polke, Arnulf Rainer und anderen Protagonisten.

Bis aus Indien, China und Südostasien gelangten exotische Gewürze, Seide und Porzellan über uralte Handelsrouten an die Küsten des östlichen Mittelmeers und damit nach Europa: Die „Seidenstraße“ oder die „Weihrauchstraße“ wecken noch heute Fernweh und Vorstellungen von großartigen Kulturschätzen, und die Kamelkarawanen waren nicht weniger als die Wegbereiter des globalen Wirtschaftsaustauschs. Im Nürnberger DB-Museum schlägt jetzt bis 29. April 2012 eine Sonderausstellung eine Brücke von der Jahrhunderte langen Tradition der „Wüstenschiffe“ über die Bahnlegenden wie den „Orient-Express“ und die Bagdad-Bahn bis zu den Warenströmen und Verkehrsmitteln der Gegenwart. In der in Zusammenarbeit mit dem Verein Arabisches Museum Nürnberg entstandenen Schau “Karawanen” entführen große Exponate wie ein Beduinenzelt, viele Bilder und Karten, Musik und Kalligrafie in die Welt von 1.001 Nacht und stellen sie der Transporttechnik des 20. und 21. Jahrhunderts gegenüber.

Dürer Haller Madonna

Albrecht Dürers sogenannte "Haller Madonna"

2012 steht Nürnberg ganz im Zeichen Albrecht Dürers. Damit widmet sich Nürnberg nicht nur einem der berühmtesten Söhne der Stadt, sondern auch einem der bedeutendsten Maler Deutschlands. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Germanische Nationalmuseum (GNM) mit der Ausstellung „Der frühe Dürer“, die vom 24. Mai bis 2. September 2012 läuft. Mit rund 200 Originalwerken Dürers – darunter das Porträt von Dürers Mutter als ältestem bekannten Dürer-Gemälde – ist sie die größte Dürer-Ausstellung seit 40 Jahren in Deutschland. Sie schafft ganz neue Zugänge zu diesem Künstler – unter anderem durch das „Dürer-Labor“, das einen Einblick in die Arbeitsweise von Kunsthistorikern gewährt.

Doch Dürers Vermächtnis ist auch außerhalb des GNM deutlich spürbar. Das merkt man, wenn man etwa auf dem „Dürer-Weg“ in die Fußstapfen des Meisters tritt. Er beginnt am GNM und führt quer durch die Nürnberger Altstadt bis zum Albrecht-Dürer-Haus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kaiserburg. Ausgerüstet mit einem Mini-Computer erschließt sich in Bild und Ton, wie Dürer mit der Stadt, ihrer Architektur, ihrer Kunst und ihrer Geschichte verbunden ist. Wer am Dürer-Haus angekommen ist, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Das Haus, in dem die Dürers von 1509 an lebten, wurde inhaltlich neu konzeptioniert: Unter anderem präsentiert eine neue Medienstation 43 ausgewählte Werke aus Dürers 43 Schaffensjahren und der neue Dürersaal zeigt die wichtigsten Gemälde Dürers in historischen Kopien.

Im Nürnberger „Jahr der Kunst“ steht aber noch ein weiterer Höhepunkt an: der 350. Geburtstag der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste und damit der ältesten Kunstakademie Deutschlands. Dieses Jubiläum wird mit besonderen Ausstellungen im Stadtmuseum Fembohaus und im Neuen Museum gefeiert. Auch der Kunstwettbewerb der „Blauen Nacht“, Nürnbergs beliebter Nacht der Kunst und Kultur mit ihren eindrucksvollen Lichtinstallationen am 19. Mai 2012, ist in diesem Jahr ganz den Studenten der Akademie vorbehalten.

Festung Rosenberg

Die Festung Rosenberg in Kronach (Foto: Hajo Dietz)

In Bamberg führt ein großes Jubiläum 1.000 Jahre zu einem bedeutenden Tag für die UNESCO-Welterbestadt zurück: Am 6. Mai des Jahres 1012 und damit an seinem Geburtstag lässt König Heinrich II., späterer deutscher Kaiser, in einer großartigen Zeremonie den Bamberger Dom weihen. Auch 1.000 Jahre später ist er mit seinen vier über 70 Meter hohen Türmen noch das Wahrzeichen der Stadt. Kunstschätze wie die Figur des „Bamberger Reiters“, das Doppelgrab des heilig gesprochenen Ehepaars Heinrich und Kunigunde und das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Weltkulturerbes. Die ganze Geschichte des Bauwerks zeigt vom 4. Mai bis 31. Oktober 2012 die Sonderausstellung „Dem Himmel entgegen – 1000 Jahre Kaiserdom Bamberg 1012-2012“ im Diözesanmuseum. Sie schlägt nicht nur einen interaktiven Bogen von der Baugeschichte des Doms zu seiner sakralen Bedeutung, sondern ermöglicht auch den Zugang zu sonst nicht öffentlichen Orten im Dom. Viele Feste, Führungen und Aktionen machen den Dom das ganze Jahr über zum Jubiläumsort. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das Heinrichsfest vom 6. bis 8. Juli 2012.

Frankens Burgen rücken 2012 zudem besonders in den Mittelpunkt – dank der Bayernausstellung „Frankens Bollwerke“ auf der Festung Rosenberg in Kronach. Vom 16. Mai bis 21. Oktober 2012 erwecken mit dieser Ausstellung das Haus der Bayerischen Geschichte und die Stadt Kronach ein Stück wehrhafter fränkischer Geschichte zum Leben. Als einer der am besten erhaltenen Festungsanlagen in Deutschland ist die Festung Rosenberg der ideale Rahmen für die Ausstellung, die unter anderem mit vielen Aktivstationen sowohl Kriegszeiten und Belagerungen als auch den Alltag der Soldaten, der Handwerker und ihrer Familien thematisiert.

Tag des offenen Denkmals 2011

9. September 2011

Am kommenden Sonntag, dem 11. September findet bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. Historische Gebäude und Orte, die sonst nicht oder nur teilweise der Öffentlichkeit zugänglich sind, öffnen an diesem Tag ihre Türen und laden mit zahlreichen Aktionen dazu ein, unser kulturelles Erbe zu verstehen und zu bewahren.

Ein Rückblick in die Geschichte des Tags des offenen Denkmals

Die Veste Heldburg in Bad Colberg-Heldburg

1984 rief Jack Lang in Frankreich die “Journées Portes ouvertes monuments historiques” ins Leben. Wegen der guten Resonanz folgten bald auch andere Länder, 1991 griff dann der Europarat die Idee auf und rief offiziell die European Heritage Days aus. Der erste bundesweite Tag des offenen Denkmals, koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, fand 1993 mit etwa 2 Millionen Besuchern statt. In 21 europäischen Ländern sind es damals insgesamt 10 Millionen Besucher. In den folgenden Jahren geht die Erfolgsgeschichte dieser Idee weiter – 2010 beteiligen sich alle 49 Länder der europäischen Kulturkonvention an den European Heritage Days. In Deutschland nehmen über 2.600 Kommunen mit mehr als 7.500 Denkmalen teil. Bundesweit sind rund 4,5 Millionen Besucher am 12. September zum Tag des offenen Denkmals unterwegs.

Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert

Seit 1999 stand der Denkmaltag erstmals unter einem Motto. Ziel der Schwerpunktthemen ist es, den regionalen und lokalen Veranstaltern immer wieder neue Impulse und Anregungen für den Tag des offenen Denkmals zu geben. Rund die Hälfte aller Veranstaltungen 2011 steht unter dem diesjährigen Motto “Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert”. Damit widmet sich der Denkmaltag einer der stilistisch vielseitigsten und an technischen Neuerungen reichsten Epoche der Bau- und Kunstgeschichte. Politisch wie gesellschaftlich war das 19. Jahrhundert von Umbrüchen geprägt: Durch die napoleonischen Kriege und den Rheinbund wurde das Heilige Römische Reich Deutscher Nation handlungsunfähig und erlosch. Napoleons Einfall, die Neuordnung Europas im Wiener Kongress 1815 und die Reichsgründung 1871 brachten weit reichende strukturelle Veränderungen mit sich. Wirtschaftliche Blüte, verbesserte Reisewege und Transportmittel machten das Reisen im 19. Jahrhundert vielen Künstlern und Wissenschaftlern möglich. Ideen und Stile wurden neu miteinander kombiniert und über die Landesgrenzen hinaus ausgetauscht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der eigenen Geschichte sowie deren romantische Verklärung führten in Architektur und bildender Kunst zu einer Rückbesinnung auf die Formensprache der Vergangenheit: Von der Kunst der Antike bis zum Barock wurden die unterschiedlichen Elemente miteinander verbunden und quasi neue Stile entwickelt. Die Beschäftigung nicht nur mit der klassischen Antike, sondern insbesondere mit den regionalen archäologischen Hinterlassenschaften war gleichzeitig die Geburtsstunde der modernen Archäologie. Die Industrialisierung und die damit verbundene Landflucht verursachten tiefgreifende Veränderungen in der Baukultur der Städte.

Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Auswahl der Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals entlang der Burgenstraße vorstellen. Mehr

Informationen über den bundesweiten Tag des offenen Denkmals mit vielen Hintergründen und dem vollständigen Programm gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

"Das Schloss zu Schwetzingen" von Theodor Verhas

Schwetzingen:

In Schwetzingen gibt es gleich mehrere Aktionen an diesem Tag:
11 Uhr, Karl-Wörn-Haus, Vortrag über den romantischen Maler Theodor Verhas, der vor 200 Jahren in Schwetzingen geboren wurde
11 Uhr, Schloss-Ehrenhof, Führung durch den englischen Landschaftsgarten
14 Uhr, Schloss-Ehrenhof, Führung zum Merkurtempel
13 – 16 Uhr, Rothacker’sches Haus, Führungen und Informationen zum Haus und zu den Eiskellern der ehemals größten Schwetzinger Brauerei
14 – 17 Uhr, Jagdstern/Sternallee, Kurzvorträge im Rahmen des UNESCO-Weltkulturerbeantrags zum Jagdstern, zur Höfischen Jagd und zum Vanitas-Projekt von Bildhauer Günther Braun
16 Uhr, Einweihung der Tafel des historischen Pfads zur Sternallee, umrahmt vom Jagdhornbläserkreis Hubertus aus Heidelberg mit Kurzvorträgen zum Thema Wald, zur Sternallee und zum Vanitas-Projekt

 

Mosbach:

In Mosbach haben einige Denkmäler geöffnet und es werden Führungen angeboten:

16 Uhr, Gutleutanlage, Besichtigung und Führung der Anlage sowie des angrenzenden jüdischen Friedhofs
13 – 18 Uhr, Tempelhaus, Führungen zu jeder vollen Stunde
11 – 18 Uhr, evangelische Stiftskirche und katholische St. Juliana geöffnet, 13 Uhr Führung durch den katholischen Teil, 14 Uhr Führung durch den evangelischen Teil des Gebäudes
13 Uhr, Klostergarten, Führung durch den Klostergarten mit mehr als 200 Heilkräutern
ab 13.30 Uhr, Bismarckturm, Informationen zur Baugeschichte des Turmes und Besichtigung
9 – 12 Uhr, Villa Hübner, die heutige Kanzlei öffnet die Tür für Besucher

In der Altstadt Bad Wimpfens

Bad Wimpfen:

Auch die Stadt Bad Wimpfen beteiligt sich mit verschiedenen Angeboten:
11 – 17 Uhr, Rathaus-Foyer, historische Fotoausstellung “Wimpfen im Wandel der Zeit”
11.30/ 15.30 Uhr, Wormser Hof, “Nachtwächterposse – Eine Reise durch die Wimpfener Geschichte”
14.30 Uhr, Wormser Hof, Aufführung eines Renaissance-Tanzes durch die Gruppe Tanzschuh
20 Uhr, Lindenplatz, Nachtwächterführung durch die Talstadt

Heilbronn:

In diesem Jahr werden in Heilbronn von der unteren Denkmalbehörde und dem Stadtarchiv drei besondere Denkmäler vorgestellt.
1. Köpferbrunnenanlage von 1879
Carl Bartholomäus Bläß, erster Vorstand des Heilbronner Verschönerungsvereins, regte für das Köpfertal bereits 1863 den Bau einer Anlage um den älteren Brunnen an. Der wurde durch die Lithographie der Heilbronner Brüder Wolff um 1835 bekannt und damit zu einem Ausflugsziel im biedermeierlichen Heilbronn. Der Brunnen wurde architektonisch durch eine so genannte Eremitage betont. Die Anlage umfasst neben der neugotischen Quellstube auch einen offenen mehreckigen Pavillon von 1910 sowie die landschaftsgärtnerisch angelegte Parkanlage.
13 Uhr, Führung mit Treffpunkt am Köpferweg am südlichen Ende des Köpferstausees
2. Villa Mertz am Rosenberg von 1811
Der Kaufmann Georg Friedrich Rund begründete 1727 am östlichen Neckarufer am Fuße des Rosenbergs ein Handlungshaus, Heilbronns ältestes gewerbliches Unternehmen. Erben der Runds war die Familie Mertz. Der Kaufmann Christian Mertz (1772 – 1824) ließ sich 1811 hier ein klassizistisches Landhaus am Ufer des alten Neckar erstellen. Das Gebäude repräsentiert den typischen Villenstil des Klassizismus und ist eine der ältesten erhaltenen Wohngebäude der Stadt.
15 Uhr, Führung mit Treffpunkt am Rosenberg 1 in der Nähe des Götzenturms
3. Das Lapidarium im Alten Milchhof, Frankfurter Straße 75, ist eine spannende Sammlung von steinernen Zeitzeugen aus acht Jahrhunderten. Die Besucher erwartet eine Fülle von Grabdenkmälern, Brunnenfiguren, Mark- und Wappensteinen und Hausinschriften. Zum diesjährigen Motto des Tags des offenen Denkmals zeigt das Lapidarium besondere Stücke aus der Zeit des Jugendstils.
11 – 16 Uhr geöffnet, Führungen um 11.30, 13.30 und 15 Uhr

Mittelalter auf der Burgruine Weibertreu in Weinsberg

Weinsberg:

Zu dem “Tag unseres besonderen Kulturdenkmals” lädt die Stadt Weinsberg die Besucher auf die Burgruine Weibertreu und schickt sie damit auf

eine Reise zurück ins Spätmittelalter und die Frührenaissance: Die Interessengemeinschaft “Eisenbeißer und Schwartenhals” wird das Lager- und Alltagsleben der Landsknechte im süddeutschen Raum nachstellen und für die Besucher erlebbar machen.

Rothenburg ob der Tauber:

Auch in Rothenburg ob der Tauber werden an diesem Tag einige Aktionen angeboten:
So zeigt die Evangelische Kirchengemeinde im Dekanatshaus zwischen 14 und 17 Uhr das sonst nicht zugängliche Farbfresko “Der verlorene Sohn”. Das in einem Patrizierhaus gelegene Hotel Eisenhut lädt ein zu historischen Hausführungen. Der Markusturm mit Büttelhaus mit mehreren ehemaligen Gefängniszellen lässt sich an diesem Tag von innen erkunden (Führungen um 11 und 15 Uhr), und auch diverse Museen offerieren an diesem Tag Führungen für interessierte Gäste: Deutsches Weihnachtsmuseum um 11 und 15 Uhr, Reichsstadtmuseum Führung um 11 Uhr, das Puppen- und Spielzeugmuseum bietet stündliche Führungen an.

 


Ansbach:

Beringershof in Ansbach

In Ansbach kann man mit verschiedenen Führungen Einblicke in die Geschichte der Stadt erlangen:
9 Uhr, Joseph-Fruth-Platz, Führung über den Jüdischen Friedhof
10 Uhr, Schlossplatz, “Ansbacher Innenhöfe” – Führung durch historische Innenhöfe der Altstadt
10.30 Uhr, Schlossplatz, Barock-Führung durch die Innenstadt
11 Uhr, Anscavallo, “Ansbach zum Kennenlernen”, Stadtführung
11 Uhr, “Seht mal, Figuren aus Bronze! Damals und heute” – Führung zur Skulpturenmeile für Familien
11.30 Uhr, Schlossplatz, Kinder-Stadtführung
13 Uhr, Schlossplatz, “Mit Stadtsekretär Hettinger durch Ansbach” – Kostümführung
14 – 16 Uhr, St. Gumbertus, Markgrafen-Gruft – Führung alle 15 Minuten
14 – 16 Uhr, St. Gumbertus, Schwanenritterkapelle – Führung alle 15 Minuten
14 – 16 Uhr, Rosenbadstraße, Synagoge und Ritualbäder, Führungen alle 15 Minuten
14 – 16 Uhr, Karlsplatz, Kirchturm von St. Ludwig – Turmbesteigung
14 – 16 Uhr, Uzstraße 30, Herrieder Tor, Turmbesteigung
17 Uhr, Heilig-Kreuz-Kirche, Führung über den Stadtfriedhof
17 Uhr, Hofgarten-Eingang am Schlossplatz, Führung durch den Hofgarten
18 – 19 Uhr, Bischof-Meiser-Straße, Führung durch das Retty-Palais – kostenlose Zeitkarten im Amt für Kultur und Touristik solange der Vorrat reicht

Roth:

Das Museum Schloss Ratibor in Roth hat am Tag des offenen Denkmals von 13 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Führungen zum Thema “Wohnkultur eines Industriebarons – Die historische Ausstattung im Schloss Ratibor” werden um 14 und 15 Uhr angeboten. Im Hause des Kommerzienrats: “Aus dem Photoalbum der Baronin Minna von Stieber” ist das Thema einer Multimediapräsentation.

Forchheim:

Die Stadt Forchheim nutzt den Tag des offenen Denkmals, renovierte und gut sanierte Baudenkmäler den interessierten Besuchern zu zeigen. Aktuelle und interessante Gebäudezustände können an drei Gebäuden, die sich alle in Privatbesitz befinden, in Forchheim besichtigt werden. Alle Häuser sind von 10 – 12 Uhr und 14 -16 Uhr geöffnet, Besucher werden während dieser Zeit von den Besitzern des Gebäudes oder von Mitarbeitern der Stadtverwaltung informiert.
1. Das Objekt in der Hornschuchallee 30 war schon vor zwei Jahren beim Tag des offenen Denkmals zur Besichtigung angemeldet. Damals war das Gebäude notdürftig statisch gesichert, der ursprüngliche Bauzustand war erkennbar. Die umfangreichen restauratorischen Arbeiten haben viel Zeit benötigt, so dass das Vorhaben auch jetzt noch nicht im endgültigen Zustand gezeigt werden kann.
2. Das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft in der Badstraße 7 wurde in diesem Jahr nicht nur mit neuen Farben an der Fassade versehen, sondern mit hochwertigen Gestaltungen und Umbauten im Gebäudeinneren für die künftige Nutzung saniert. Dacherker beleben die Wohnebene im Dachgeschoss, das mittig vorhandene Treppenhaus wurde den Wohnnutzungen beziehungsweise der vorgesehenen Praxis im Erdgeschoss geschickt zugeordnet.
3. Ein drittes Gebäude in der Kapellenstraße 2 steht auch zur Einsicht zur Verfügung. Auch dieses Gebäude konnte schon in der Rohbauphase angesehen werden. In ihm ist das Fuchsen-Krippla untergebracht. Der Eigentümer kümmert sich nicht nur um den Bestand und Erhalt des Krippenraumes, sondern nutzt die aufwändig renovierten Räume in den oberen Geschossen für ein Fotostudio. Unterschiedliche Räume mit verschiedenen Motiven für abwechselnde Fotogelegenheiten wecken die Neugier für dieses Objekt.

Diebsturm in Ebern

Ebern:

Nach 10 Jahren wird der Diebsturm in Ebern, der sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, wieder geöffnet und kann von Besuchern von

innen besichtigt werden. Der Zugang erfolgt über ein Gerüst, um die Einstiegsluke in sechs Metern Höhe zu erreichen. Bis zum Jahre 1811 verbüßten schwere Verbrecher im Turm an der südöstlichen Ecke der Stadtmauer ausbruchsicher längere Haftstrafen. Am Sonntag ist der Turm von 10 – 16 Uhr offen, spezielle Führungen zum Thema finden um 10.30 und 14 Uhr statt.

Seßlach:

Anlässlich des Tags des offenen Denkmals findet in Seßlach im Kultursaal um 18 Uhr ein Duo-Abend mit Karlheinz Busch (Violoncello und Moderation) und Hans-Dieter Bauer (Klavier) statt. Motto des Abends ist “Die Französische Revolution und die Wirkung auf die Musik”. Es werden Werke von Ludwig van Beethoven (1770 – 1827), Felix Mendelssohn-Barholdy (1809 – 1847), Robert Schumann (1810 – 1856), Frederic Chopin (1810 – 1849) und Klement Slavicky (1910 – 1999) gespielt.

Bad Colberg-Heldburg:

Die Veste Heldburg in Bad Colberg-Heldburg beteiligt sich schon seit 1996 am Tag des offenen Denkmals – so auch in diesem Jahr:
Die Veste ist von 10 – 18 Uhr geöffnet. Ab 10 Uhr informieren historisch gekleidete Burgführer auf Rundgängen über die Geschichte der Burg. Als Beitrag zum diesjährigen Motto erleben die Besucher eine Plauderei mit Georg II. und der Freifrau von Heldburg im romantischen Ambiente des gotischen Zimmers (Freifrauenkemenate). Um 11 und 13 Uhr finden Baustellenführungen statt, in denen über die Sanierungsarbeiten am Heidenbau und am Französischen Bau informiert wird. In der Pfeilerhalle des Kommandantenbaues ist die Präsentation zur geplanten Einrichtung des Deutschen Burgenmuseums zu sehen. In der Amtsstube erwartet die Besucher eine reich gedeckte Kaffeetafel mit traditionellen Heldburger Kuchenspezialitäten.

"Röhl-Villa" in Kulmbach

Kulmbach:

Auch in Kulmbach war das 19. Jahrhundert geprägt von gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen, von zunehmender Industrialisierung und wirtschaftlichem Aufschwung. Auf dem Programm des Tages des offenen Denkmals stehen in Kulmbach die ehemalige “Röhl-Villa”, der Alte Friedhof, der Bahnhof und verschiedene Gründerzeit-Villen.
13 Uhr, Röhl-Villa, Eröffnung durch Oberbürgermeister Henry Schramm und Landrat Klaus-Peter Söllner
13.30 und 15 Uhr, Röhl-Villa, Präsentation über die Geschichte und die Sanierung der “Röhl-Villa”. Führungen nach Bedarf
14 Uhr, Eingang zum Alten Friedhof neben der Nikolaikirche, Führung über den Alten Friedhof
15 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Führung “Der Bahnhof und die Kulmbacher Villen”

Bayreuth:

In Bayreuth werden zum Tag des offenen Denkmals unter anderem kostenlose Führungen und Museumsbesichtigungen angeboten:
11, 14 und 15 Uhr, Treffpunkt am Jean-Paul-Museum, Führungen entlang eines Teilstücks des Jean-Paul-Weges in der Innenstadt
10 und 14 Uhr, Treffpunkt Gaststätte Röhrensee, Führungen durch den Bürgerpark Röhrensee
13.30 und 15 Uhr, Treffpunkt Gaststätte Bürgerreuth, Führungen von der Bürgerreuth zum Siegesturm
10 – 17 Uhr, Kunstmuseum im Alten Rathaus, mit Führung um 11 Uhr durch das historische Gebäude, 12 und 14.30 Uhr Führungen durch die neue Ausstellung “Georg Meistermann”. 13.30 – 16.30 Uhr, Willi-Werkstatt des Museums für junge Besucher, Kinderprogramm “Wir bauen detailgetreu aus Pappe, Papier und Farbe unser Kunstmuseum”
14 – 17 Uhr, Besichtigungsmöglichkeit der neu restaurierte Jean-Paul-Dichterstube in der Rollwenzelei
13 – 16 Uhr, Archäologisches Museum
14 Uhr, Führung durch das Maisel’s Brauerei- und Büttnereimuseum
11, 13 und 15 Uhr, Führungen durch die Firmenräume der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne

Lassen Sie sich entFÜHREN!

9. August 2011

 

 

Themen-, Kostüm- und Theaterführungen an der Burgenstraße

 

Als Tourist nutzt man spontan gerne das Führungsangebot der Städte um mehr von der Stadt zu erfahren. Wer sich jedoch im Voraus erkundigt, kann in den in Genuss besonderer Stadtführungen kommen, die über “das Gewöhnliche” hinausgehen, und somit den Ort aus einer spezielleren Perspektive kennen lernen. Gerade für Gruppenreisen bieten sich die Buchung einer solch speziellen Führung an. Da das Angebot der Mitgliederstädte an themenspezifischen Führungen oftmals sehr umfangreich ist, möchten wir Ihnen an dieser Stelle einige Anregungen geben.

 

Führungen rund um damalige Berufe

 

Ein beliebtes Thema stellt das Nachtwächterwesen dar, dem im Mittelalter und bis Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Schutzfunktion für die Gemeinden zukam. Der Nachtwächter warnte vor Feuer und Feinden, verhinderte Diebstahl und überwachte das ordnungsgemäße Verschließen der Haustüren und Stadttore. In der Dämmerung führt Sie der Nachtwächter durch die Ortschaften und erzählt Ihnen spannende und heitere Geschichten über die Historie des jeweiligen Ortes und singt alte Nachtwächterlieder.

 

Der Bad Wimpfener Nachtwächter

Der Bad Wimpfener Nachtwächter

 

 

Wenn ich durch die Gassen schreite,
mag ich Leut an meiner Seite.
Doch es macht mir keinen Spaß,
wenn ich werd vom Regen nass.
Das mag auch für Begleiter gelten,
drum bitte ich mich nicht zu schelten,
wenn ich es sag gradheraus:
“Wenns regnet fällt der Rundgang aus”.

(Nachtwächtergedicht)

 

 

 

 

Begleiten können Sie den Nachtwächter auf seiner abendlichen Tour u.a. in Bad Wimpfen, Bamberg, Gößweinstein, Hirschhorn, Kulmbach, Schwäbisch Hall, Wolframs-Eschenbach

 

Einem anderen historischen Berufsbild – dem des Scharfrichters -  widmen sich die Führung “Meister Hans” in Kulmbach und der Theaterspaziergang “Wie der Henker zu seinem Weib kam” Bamberg. Lassen Sie sich vom Scharfrichter höchstpersönlich von seinem “Handwerk” berichten und erfahren Sie, welche Stellung er in der Bevölkerung einnahm. So waren sie zwar verachtete Gesellen, aber dennoch gingen nachts die Bürger heimlich zu ihnen um Heilmittel zu kaufen, die nur der Scharfrichter kannte.

 

Zum Schutz vor dem bösen Blick trugen die Scharfrichter Masken.

Zum Schutz vor dem bösen Blick trugen die Scharfrichter Masken.

 

 

Hexenverfolgung

 

Möchten Sie tiefer in eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte eintauchen, dann nehmen Sie am besten an den Führungen teil, die Sie in die Zeit der Hexenverfolgung zurückversetzen. Die Möglichkeit dazu haben Sie in Bamberg bei der Führung “Von Truden und dem Hexenbrenner – Hexenverfolgung in Bamberg” und in Wolframs-Eschenbach.


Die einst als Hexe verurteilte Bürgerin Agnes Stöcklin führt durch das mittelalterliche Wolframs-Eschenbach.

Die einst als Hexe verurteilte Bürgerin Agnes Stöcklin führt durch das mittelalterliche Wolframs-Eschenbach.

 

 

Geschichten aus dem Leben und Alltag des Mittelalters und der Markgrafenzeit

 

Ein besonders humorvolles Erlebnis wird Ihnen zuteil, wenn Sie der Kaufmann Johann von Culma” auf eine Reise nach Kulmbach im Jahre 1575 geleitet. Erfahrt zum Beispiel, warum ein Herzog zweimal einer Jungfrau beiligen musste, wann Ihr Euer Weib züchtigen dürft, warum ein Hahn zum Tode verurteilt wurde, was Zwerge in Pasteten zu suchen haben und warum in Kulmbach blaues Brot gebacken wird.

 

Der Kaufmann Johann von Culma begibt sich mit Ihnen im besten Gewande ins alte Kulmbach.

Der Kaufmann Johann von Culma begibt sich mit Ihnen im besten Gewande ins alte Kulmbach.

 

In Wolframs-Eschenbach plaudert der Stadtvogt in seiner offiziellen Dienstuniform vom damaligen Leben.

 

Klatsch, Tratsch und Hochstapelei während der Markgrafenzeit oder Geschichten aus dem bürgerlichen Leben in verschiedenen Epochen hören Sie bei den Erlebnisführungen in Bayreuth. Begleiten Sie also die historischen Bayreuther Originale auf den Führungen “Bürgerliche Widrigkeiten quer durch die Jahrhunderte” oder “Leben mit und unter den Markgrafen”

 

Die Hofdame entführt Sie mit ihren Geschichten in die Zeit von damals.

Die Hofdame entführt Sie mit ihren Geschichten in die Zeit von damals.

 


Führungen rund um historische Persönlichkeiten

 

Kennen Sie das Werk “Das Kätchen von Heilbronn” von Kleist oder haben es sogar gelesen und möchten jetzt mehr über die Titelfigur wissen? Bei der Stadtführung “Unterwegs mit dem Käthchen von Heilbronn erfahren Sie, ob dieses Mädchen tatsächlich gelebt hat und was es generell mit ihm auf sich hat.

 

Durch das Drama von Kleist gehört das Käthchen unwiderruflich zur Geschichte Heilbronns.

Durch das Drama von Kleist gehört das Käthchen unwiderruflich zur Geschichte Heilbronns.

 

Zudem können Sie sich in Heilbronn auf die Spuren von Berühmtheiten begeben, die in der Vergangenheit in der Stadt verweilten. Einige historische Persönlichkeiten mit derem Leben und Wirken in Heilbronn Sie dabei vertraut gemacht werden sind u.a. Götz von Berlichingen, Mark Twain, Friedrich Schiller, Wilhelm Maybach, Peter Bruckmann.

 

In Bayreuth können Sie während einer Stadtrundfahrt entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt das vielfältige Bayreuth bequem von der Kutsche aus bestaunen. Das Besondere daran: Eine der berühmten Bayreuther Persönlichkeiten
„Richard Wagner“ oder „Franz Liszt“ wird Sie begleiten und Ihnen „sein“ Bayreuth vorstellen. Die Führung zum letzt Genannten bietet sich gerade in diesem Jahr an, da sein 200. Geburtstag gewürdigt wird. Verbinden Sie doch eine der zahlreichen Veranstaltungen zum Jubiläum mit dieser besonderen Kutschfahrt und erfahren Sie mehr über Liszt.

 

Wagner und Liszt prägten maßgeblich die Bayreuther Kulturlandschaft.

Wagner und Liszt prägten maßgeblich die Bayreuther Kulturlandschaft.

 

 

Theaterführungen

 

Erleben Sie historische Tatsachen als pures Vergnügen und niveauvolle Unterhaltung mit Charme. Bei dem Bamberger Stadtschauspiel “Königsmord und kleinere Sünden” begeben Sie sich mit drei Schauspielern als Pilger auf den berühmten Jakobsweg. Dabei führt Sie Ihre Reise auch durch das mittelalterliche Bamberg. Der strenge Benediktinermönch Berengar empfängt Sie an der Jakobskirche und bringt Sie zu Ihrer flohfreien Herberge. Da es mit Tugend und Enthaltsamkeit nicht weit her ist, sind Strafen für fleischliche Genüsse unvermeidbar. Till Eulenspiegel hingegen hilft zum Entsetzen von Berengar den „frommen“ Pilgern mit Arzenei für müde Körper und Minnesang für junge Frauen weiter. Und dann ist da noch Frau Mehlmeister: neueren Tratsch werden sie nirgends in der Stadt finden.

 

Eine theatralische Burgführung auf der Plassenburg in 5 Szenen erleben Sie bei den „Kulmbacher Burggeschichten”. Burgführer Thomas Götz und die Theatergruppe „Buschklopfer” entführen Sie dabei in amüsanter Weise auf eine einstündige Zeitreise in die Geschichte der Plassenburg, vorbei an fünf markanten Stationen. Wie mag es zugegangen sein auf der Plassenburg, als im bundesständischen Krieg der Trinkwasserbrunnen vergiftet wurde, und die Huren gezwungen wurden, es zu verkosten, bevor der Markgraf davon trank? Oder anno 1340, als der Orlamünder Otto VII. starb und seine Gemahlin Kunigunde vergeblich versuchte, den Burggrafen Albrecht von Nürnberg für sich zu gewinnen?

 

“Mitmach”-Führung

 

Wem es nicht damit getan ist, sich einfach nur etwas erzählen zu lassen, sondern aktiv am Gelingen einer Stadtführung teilhaben möchte, der sollte sich in Schwäbisch Hall “Mit der Badersfrau ins Feindesland” begeben. Während dieser Mitmachführung schlüpfen die Gäste in die Rolle historischer Figuren und machen sich mit der Badersfrau auf den Weg, um Geschichte und Geschichten hautnah zu erleben.

 

Mittels Einsatz historischer Requisiten und schauspielerischer Darstellung werden die Teilnehmer direkt ins Geschehen eingebunden.

Mittels Einsatz historischer Requisiten und schauspielerischer Darstellung werden die Teilnehmer direkt ins Geschehen eingebunden.

 

 

Führungen für Kinder

 

Reisen Sie mit Kind oder als Schulklasse? Dann bietet sich eine speziell für Kinder konzipierte Führung an, denn in jungen Jahren möchte man keine rein geschichtliche Führung über sich ergehen lassen, sondern etwas erleben. Spannung heißt das Zauberwort.Möglich ist das beispielsweise bei einer Führung zum Thema Mittelalter auf der Burg Hirschhorn. Neben interessanten Geschichten und einer Menge unheimlicher Begebenheiten, die sich auf der sagenumwobenen Burg zugetragen haben, erfahren die Teilnehmer u.a. wie ein Ritter seinen Tag verbrachte oder wie Ritterkinder lebten und spielten.

 

 

 

Weitere Führungen mit historischen Hintergrund

 

Zuletzt sollen noch zwei Führungen vorgestellt werden, die sich mit Thematiken befassen, die nicht in jedem Ort in ähnlicher Art und Weise zu einer Führung verarbeitet wurden. Zum Beispiel wird in Wolframs-Eschenbach eine Führung zur Geschichte des “Deutschen Ordens” angeboten. Die Führung “Der Wimpfen-Code: Im Zeichen des Adlers” macht die Spuren des mittelalterlichen Denkens sichtbar und zeigt verborgene Schriften und geheimnisvolle Zeichen. Denn damals war die Welt für den Menschen nach „Maß und Zahl“ aufgebaut und er war umgeben von Symbolen.

 

 

Bei den hier vorgestellten Themen- und Kostümführungen handelt es sich nur um eine Auswahl. Oft gestaltet sich das Angebot der Städte wesentlich umfangreicher. Weitere Informationen dazu sowie zu Preisen, Termin und eventueller Voranmeldung finden Sie unter den angegeben Links. (Natürlich bieten auch alle anderen Mitgliederstädte, die hier keine Erwähnung gefunden haben, ein interessantes Angebot an Führungen, sodass es sich lohnt diese einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.)

 

www.badwimpfen.de

www.bamberg.info

www.bayreuth.de

www.ferienzentrum-goessweinstein.de

www.heilbronn-marketing.de

www.hirschhorn.de

www.kulmbach.de

www.schwaebischhall.de

www.wolframs-eschenbach.de

Neuigkeiten im Mai – Ausstellungen

19. Mai 2011

Bad Wimpfen – neue Dauerausstellung

Seit dem 16. April 2011 ist im Historischen Museum im Steinhaus die neue Dauerausstellung “Die Staufer und Wimpfen” zu sehen. Rund um das Modell “Wimpfen um 1200″ entfaltet sich die Welt der Staufer und ihrer Zeit im Zusammenhang mit der Pfalz Wimpfen, unter anderem das reisende Königtum, die Königspfalzen, das Königreich Sizilien und der große Friedrich II., staufische Kultur mit Minnesang, Falkenjagd und Buchkunst. Abgerundet wird die Ausstellung durch eine Einheit “Wir und die Staufer” mit teils kuriosen Exponaten, wie beispielsweise einem Hotel-Kopfkissen mit dem Konterfei Friedrichs II. Weitere Informationen

Heilbronn – Neue Sonderausstellungen in der experimenta

In der Lern- und Erlebniswelt experimenta sind zwei neue Ausstellungen zu sehen. Von 16. April bis 4. September 2011 heißt es: “Unter Strom! Geheimnisse der Elektrizität.” Wo kommt der Strom eigentlich her? Wieso leuchtet eine Glühbirne? Wie funktioniert ein Elektromotor? Anworten auf diese und viele weitere Fragen will die Sonderausstellung in Süddeutschlands größtem Science Center liefern. Entstanden ist sie in Kooperation mit dem Pariser Science Center, der Cité des sciences et de l’industrie.

Schwäbisch Hall – Ausstellung “Niki de Saint Phalle – Spiel mit mir”

Von 17. April bis 16. Oktober 2011 widmet sich die Kunsthalle Würth der Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930 – 2002), die mit ihren Gemälden, Assemblagen, Schießbildern, Installationen und Skulpturen, insbesondere den berühmten “Nanas”, einen einzigartigen Kosmos geschaffen hat. Die Ausstellung vermittelt einen umfassenden Eindruck von ihrem Schaffen – vom malerischen Frühwerk bis zu den späten Skulpturen. Weitere Informationen

Nürnberg - ”Die Frucht der Verheißung” im Germanischen Nationalmuseum

Sie gelten als Symbole für ewiges Leben, Reinheit, Fruchtbarkeit und Tugend: Zitronen, Orangen und Pomeranzen sind seit der Antike von vielen Mythen und Sagen umwobene Früchte und wecken die schier unstillbare Sehnsucht nach dem Süden. Die „Früchte der Verheißung“ sind auch in der Kunst allgegenwärtig. Dies vermittelt vom 19. Mai bis 11. September 2011 eine originelle Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Bamberg – “Erd-Ansichten: Reisen in die Welt 1500-1800″

Die Wende zum 16. Jahrhundert bringt große Umbrüche mit sich. Die Menschen in Europa werden unruhig und neugierig auf die Welt, sie reisen und berichten davon. In großer Zahl erscheinen Bücher, die von den Reisen erzählen und diese in Ansichten und in Karten dokumentieren. In einer virtuellen Reise um die Welt durch drei Jahrhunderte zeigt die Ausstellung vom 9. Mai bis 1. Oktober 2011 an ausgewählten Beispielen aus den reichen Beständen der Staatsbibliothek Bamberg die so gewonnenen “Erd-Ansichten”.

Bayreuth – Sonderausstellung zum 300. Geburtstag von Markgraf Friedrich

Im Neuen Schloss in Bayreuth ist bis Ende September die Ausstellung “Offizier, Fürst und Landesvater” – die Gesichter des Markgrafen Friedrich” zu sehen. Bis heute steht der einst sehr populäre Herrscher ein wenig im Schatten seiner ersten Gemahlin Wilhelmine. Gezeigt werden Bildnisse des Markgrafen, Wilhelmines und seiner zweiten Gattin, Prinzessin Sophie Caroline von Braunschweig-Wolfenbüttel. Ölgemälde und Skulpturen von Antoine Pesne, von Bayreuther Hofmalern und internationalen Künstlern zeigen den Markgrafen in den unterschiedlichen Zeitabschnitten seiner etwa zwanzigjährigen Herrschaft. Weitere Informationen