Archiv für das Tag 'Schloss'

Es werde Licht – Lichterfeste und Illuminationen

18. Juli 2011

 

Mystisch, romantisch und magisch – das sind wohl die Worte, die Einem einfallen, wenn sich eine ganze Stadt oder sogar eine massive Burganlage durch Tausende von Fackeln,  Kerzen und Lasern in ein Lichter- und Farbenmeer verwandelt. Auch an der Burgenstraße spielen sich solche Schauspiele mehrfach im Jahr ab. Damit Sie genau Bescheid wissen, wo und wann Sie Zeuge dieser beeindruckenden Ereignisse werden können und was Sie dabei sonst noch so erwartet, stellen wir Ihnen hier die Highlights vor.

 

Kronach (15. bis 24. Juli)

 

Mit dem Event “KRONACH leuchtet” hat der Förderverein des Landkreises KRONACH Creativ ein beeindruckendes Event ins Leben gerufen. Durch Lichtinszenierungen erstrahlt die Stadt täglich ab 21.30 Uhr in einem hellen Glanz und und zeigt sich aus einer anderen Perspektive. Zum Thema passend werden dem Besucher Lichtkunstausstellungen präsentiert. Untermalt wird dieses Ereignis mit einem anspruchsvollen Rahmenprogramm und Erlebnisgastronomie.

Unser Tipp: Besuchen Sie Kronach am 23. Juli zur langen Museumsnacht auf der Festung Rosenberg und lassen Sie sich verzaubern von der besonderen Atmosphäre, die sich Ihnen dann in dieser hervorragend erhaltenen Burganlage bietet.

 

Mit Hilfe von Lichtinszenierungen präsentiert sich die Festung Rosenberg in einem ganz anderen Licht.

Mit Hilfe von Lichtinszenierungen präsentiert sich die Festung Rosenberg in einem ganz anderen Licht.

 

Als Erinnerung an diesen Event oder zum Verschenken, wird ein Jahreskalender für 2012 unter dem Titel “KRONACH leuchtet – das Bürgerfest” angefertigt. Das Tolle daran ist, Sie können Ihre eigenen Fotos einsenden. Damit Sie genügend Zeit haben und Motive bei verschiedener Lichtentinsität festhalten können, bleibt die Stadt in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli bis es hell wird ununterbrochen beleuchtet.

Einen Einblick davon, was Sie bei biesem Event erwartet, bekommen Sie durch die Eindrücke aus den vergangenen Jahren. Das komplette Programm für dieses Jahr mit allen Informationen zu den Stationen, den Lichtinstallationen, dem Rahmenprogramm und seinen Künstlern und Musiker gibt es als PDF zum Download.

 

 

Schwetzingen (30. Juli)

 

Während der alljährlichen Illumination des Schlossgartens verwandelt sich die romantische Anlage in ein zauberhaftes Open-Air-Ambiente, bei dem Sie in ein Meer aus Licht und Farben tauchen. Dies ermöglichen über 2000 Fackeln und Kerzen sowie erstmalig hunderte von LED-Strahlern. Für eine ausgelassene Stimmung sorgen Live-Musik und Showeinlagen auf mehreren Bühnen  – von klassischen Darbietungen und professionellen Balletteinlagen über Feuertanz bis Comedy. Ein umfangreiches Kinderprogramm ist ebenso Bestandteil wie das krönende Abschluss-Höhenfeuerwerk am “Großen Weiher“. Außerdem dürfen Sie auf die interessanten Angebote der Gastronomie gespannt sein.

Ausführliche Informationen und die Möglichkeit zur Online-Bestellung Ihrer Eintrittskarte finden Sie hier.

 

 

Heidelberg (3. September)

 

Mit der Schlossbeleuchtung gedenken die Heidelberger dreimal im Sommer (ab ca. 22:15 Uhr) einem dramatischen Ereignis – der Zerstörung des Schlosses im Jahre 1693 durch die Franzosen. Generell hat das Feuer für die Stadt eine besondere Bedeutung: Mehrfach ist die Stadt schon abgebrannt. Daher flackern malerisch und gespenstisch die bengalischen Feuer an den Mauern der Ruine. Die Beleuchtung der schönen Fassade des Schlosses wird ergänzt durch ein festliches Brillant-Feuerwerk, das die ganze Altstadt in beeindruckenden Glanz taucht. Ein besonderes Erlebnis wird die Schlossbeleuchtung auf einem der Schiffe der Rhein-Neckar-Fahrgastschiffahrt. Zur Einstimmung findet vor jeder Schlossbeleuchtung  um 18.15 Uhr in der Heiliggeistkirche am Marktplatz ein festliches Konzert statt. Speziell für Besucher der Stadt bietet die Heidelberg Marketing GmbH eine Pauschale zur Schlossbeleuchtung an.

 

Die Beleuchtung des Heidelberger Schlosses bewundern jedes Jahr Tausende von Schaulustigen.

Die Beleuchtung des Heidelberger Schlosses bewundern jedes Jahr Tausende von Schaulustigen.

 

Mit einem grandiosen Feuerwerk wird dieses Ereignis besonders in Szene gesetzt.

Mit einem grandiosen Feuerwerk wird dieses Ereignis besonders in Szene gesetzt.

 

 

Fränkische Schweiz (26. und 31. Dezember, Januar)

 

Mit der Ewigen Anbetung und der Lichterprozession verbindet die Fränkische Schweiz eine lange Tradition. Hintergrund bildet das von Papst Klemens VIII. im Jahre 1592 eingeführte „vierzigstündige Gebet“. Daraus entwickelte sich das, was wir heute als „ewige Anbetung“ bezeichnen. Denn der 59. Bamberger Fürstbischof, Adam Friedrich von Seinsheim sorgte im 18. Jahrhundert dafür, dass im Bistum Bamberg jeden Tag in einer der Kirchengemeinden des Bistums ein Tag des Gebetes abgehalten wurde, sodass „auf ewig“ jeden Tag vor dem Allerheiligsten Altarsakrament gebetet wird.

Heute vollziehen drei Gemeinden an der Burgenstraße diesen Brauch:

In Gößweinstein bildet das historische Ereignis seit 2005 einen ganz besonderen Höhepunkt im Weihnachtskalender. Jährlich am 26. Dezember findet 16 Uhr die Ewige Anbetung in der Basilika Gößweinstein statt. Im Anschluss ( ca. 17 Uhr) bewegt sich die Lichterprozession durch die Straßen des Ortes. Zudem wird die Stadt an diesem Abend von Holzfeuern und bengalischen Feuern hell erleuchtet.

 

Bengalische Feuer erhellen die Burg Gößweinstein.

Bengalische Feuer erhellen die Burg Gößweinstein.

 

Im Ortsteil Nankendorf Waischenfelds erwacht diese Tradition immer am Silversternachmittag.  Eine anheimelnde Atmosphäre wird durch die rund 5000 Lichter gesorgt, die rund um die Hänge sowie am Wiesentufer brennen und sich im Fluss widerspiegeln.  Damit neben Holzfeuern, bengalischen und elektrischen Lichtern auch 3000 Wachslichter für Erleuchtung sorgen, sammeln die Bewohner das ganze Jahr über fleißig Wachreste. Denn um diese Anzahl an Lichtern herzustellen, werden etwa 20 Zentner Kerzenwachs benötigt. Einige Tage vor Silvester treffen sich dazu Feuerwehrleute und Kinder, die die Blechbüchsen und Friedhofsschalen mit Wachs zu füllen und sie mit einem Docht aus alten Teppichresten oder Putzlappen zu versehen. Das Wachs wird zunächst in einem riesigen Kessel am Flussufer der Wiesent über einem großem Lagerfeuer geschmolzen.

 

Jedes Jahr am Dreikönigstag (6.Januar) feiert die Kirchengemeinde Pottenstein ihren traditionellen Beschluss der Ewigen Anbetung. Der Lichterzauber, der durch ca. 1.000 Feuer auf den Felsen rings um den Ort entsteht, zieht Besucher aus nah und fern in seinen Bann und vermittelt ein heimeliges Gefühl von Stille und Faszination. Nach der letzen Betstunde schlängelt sich bei Einbruch der Dunkelheit um ca. 17.00 Uhr die Abschlussprozession durch die Altstadt, deren Straßen festlich geschmückt sind. Der Brauch des “Lichterfestes” mit Abbrennen der Bergfeuer lässt sich in Pottenstein historisch gesichert bis ins Jahr 1905 zurückdatieren. Ursprünglich dauerte diese “große” Anbetung fünf Tage lang, denn in dieser Zeit war der Ort noch Ziel zahlreicher Wallfahrten.

 

Während des Lichterfestes verwandelt sich Pottenstein zu einem magischem Ort.

Während des Lichterfestes verwandelt sich Pottenstein zu einem magischem Ort.

 

 

 

Altes in neuem Glanz

9. Juni 2011

Von Sanierungsmaßnahmen und der Entstehung eines besonderen Burgmuseums

 

Die Burgenstraße lebt von ihren historischen Bauten. Doch im Laufe der Jahrhunderte nagt der Zahn der Zeit an diesen Kulturschätzen. Um deren Erhaltung zu gewährleisten und ihren Besuchern immer wieder faszinierende Erlebnisse zu bescheren, wurden in den letzten Jahren und werden auch in Zukunft keine Mühen und Kosten gescheut…

 

1. Schlossplatz Schwetzingen

Rechtzeitig zur Spargel- und Festspielsaison zeigte sich der Schwetzinger Schlossplatz nach dem Umbau von seiner schönsten Seite. Die Lindenallee, helle  Farben, schöne Materialien, ein neues Lichtdesign, schmalerer Fahrbahnen und breite Fußgängerbereiche schaffen eine Atmosphäre von großzügiger Eleganz und Leichtigkeit und schlagen die Brücke zum benachbarten Schlossgarten.

 

Das schöne Wetter der vergangenen Wochen nutzten bereits zahlreiche Schwetzinger und Gäste aus Nah und Fern zu einem Ausflug nach Schwetzingenn und genossen die tolle Atmosphäre auf dem Platz. Foto: Tobias Schwerd

Das schöne Wetter der vergangenen Wochen nutzten bereits zahlreiche Schwetzinger und Gäste aus Nah und Fern zu einem Ausflug nach Schwetzingen und genossen die tolle Atmosphäre auf dem Platz.

 

Die nächtliche Beleuchtung versetzt den Einen oder Anderen schon mal in romantische Stimmung.

Die nächtliche Beleuchtung versetzt den Einen oder Anderen schon mal in romantische Stimmung.

 

2. Greckenschloss in Bad Friedrichshall

Bei Bauuntersuchungen in den Jahren 2001 bis 2003 zeigte sich, dass das Schloss erhebliche bauliche und konstruktive Schäden aufweist und dringend einer umfangreichen Sanierung bedarf. Ursprünglich sollte in einer ersten Bauphase Dachwerk und Fassade, in einer zweiten Bauphase der Umbau im Innern insbesondere für schulische Zwecke und als dritter Bauabschnitt der Ausbau des großen Gewölbekellers unter dem Nordflügel zum Kleinkunstkeller in Angriff genommen werden.

Wie so oft bei alten Bauwerken kam es anders. Bei Beginn der Arbeiten im Jahr 2004 zeigten sich im Zuge der umfangreichen Sanierung des Dachwerks ganz erhebliche Schäden im Holztragewerk. Hinzu kamen u.a. unerlässliche Steinmetzarbeiten und eine Wandflächensanierung. Dies war notwendig geworden, um wieder eine denkmalverträgliche Nutzung – vor allem des Schulgebäudes – zu ermöglichen.

 

Auch im Inneren musste Einiges getan werden.

Auch im Inneren musste Einiges getan werden.

 

Am Tag des offenen Denkmals kamen zahlreiche Besucher, um sich über Stand der Sanierungsarbeiten zu informieren.

Am Tag des offenen Denkmals kamen zahlreiche Besucher, um sich über Stand der Sanierungsarbeiten zu informieren.

 

Die Markierung in diesem Bild zeigt den Ausschnitt des obigen Fotos.

Die Markierung in diesem Bild zeigt den Ausschnitt des obigen Fotos.

 

Im September 2010  erstrahlt das Schloss nach 6-jähriger Bauzeit wieder in neuem Gewand. Rund 5,5 Millionen Euro hat die Salzstadt in ihr rund 400 Jahre altes Wahrzeichen investiert. Einen Beitrag zum Erhalt des Gebäudes leisteten auch die Bürger der Stadt. Die 2004 gegründete „Bürgerstiftung zur Förderung des kulturellen Lebens und zur Denkmalpflege der Stadt Bad Friedrichshall“ rief eine sog.  Baustein-Aktion ins ins Leben, bei der sich Jeder mit 50 € an der Sanierung beteiligen konnte. So wurde dann auch ein Betrag von 43.850 € von engagierten Bürgern beigesteuert.

 

Das Greckenschloss nach der Sanierung

Das Greckenschloss nach der Sanierung

 

3. Orangerie in Ansbach

Rund 7,5 Millionen Euro wurden in die Sanierung der Orangerie im Hofgarten Ansbach investiert. Seit November letzten Jahres steht einer der schönsten und größten Veranstaltungsräume Frankens wieder zur Verfügung und bietet darüber hinaus den neuesten Stand der Technik. Die neu gestalteten und mit Sonnenschutz und Lüftungsanlage ausgestatteten Gast- und Veranstaltungsräume des Restaurants bieten ebenso wie das umgebaute Foyer eine spannende Balance zwischen historischem Bau und ansprechender Gegenwartsarchitektur. In den Festsälen, die jetzt barrierefrei zugänglich sind, wurden mit dem Erhalt der Farbigkeit und der Beleuchtung durch die Lüster wesentliche gestalterische Elemente beibehalten.

 

Blick vom Hofgarten auf die Orangerie

Blick vom Hofgarten auf die Orangerie

 

4. Mannheimer Schloss

Die Sanierung des Mannheimer Schlosses liegt zwar schon ein paar Jahre zurück, ist aber aufgrund ihrer umfangreichen Veränderungen erwähnenswert.

Begonnen hat alles im Jahr 2000 mit einem Workshop von Studieren in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur wob, in dem Überlegungen angestellt wurden, wie man die im Schloss beherbergte Universität (Rundgang) attraktiver machen und somit den Anforderungen an eine moderne Bildungseinrichting gerecht werden kann. Mit dem Ziel, den Mief der 50er Jahre zu vertreiben und die Universität Mannheim zur schönsten Hochschule Deutschlands zu machen, bei der sich das Spitzenniveau der Uni auch in den Innenräumen widerspiegelt, wurde die Idee “Renaissance des Barockschlosses” geboren. Studierende, Mitarbeiter, Professoren und sogar der Bürgermeister griffen zum Pinsel, um zu beweisen, dass es ihnen ernst ist und ihnen die Verschönerung der Hochschule wirklich am Herzen liegt. In den folgenden Jahren übernahmen bekannte Persönlichkeiten und Firmen bei dieser mehrmals preisgekrönten Initiative  sogenannte Patenschaften für die verschiedenen Räume. Aber auch viele Bürger aus Mannheim und der Region machten die “Renaissance des Barockschlosses” zu ihrem Anliegen. Unter der Regie der Werbeagentur wob und des “Mannheimer Morgen” wurde eine Initiative für einen “Bürgerhörsaal” ins Leben gerufen, bei der die Bürger als “Stuhlpaten” 250 Euro spendeten oder kleinere Beträge gaben, damit sie nun einen festen Sitzplatz mit ihrem Namen auf einem Messingschild haben: Ein Stückchen Schloss für Jedermann quasi.

Insgesamt 40 Millionen Euro (davon eine 10-Millionen-Euro-Spende des SAP-Mitgrüdersvom Hasso Plattner) wurde in die Sanierung des Schlosses investiert: Für 18 Millionen Euro war die Universitätsbibliothek im Mittelbau errichtet, für acht Millionen Euro das Schlossmuseum gebaut und die historische Raumfolge rekonstruiert, für fünf Millionen Euro Kunstgut angeschafft und restauriert worden. Hinzu kommen drei Millionen Euro für den Ehrenhof und noch sechs Millionen für die Fassadensanierung.

Ende März 2007 war es dann endlich soweit: Nachdem das Schloss ganze 3 Jahre geschlossen blieb, blühen nun Stadt- und Landesgeschichte wieder auf.

 

Das Mannheimer Schloss vor der Sanierung

Das Mannheimer Schloss vor der Sanierung

 

Äußerlich fällt nach den Arbeiten vor allem die zusätzliche Etage auf.

Äußerlich fällt nach den Arbeiten vor allem die zusätzliche Etage auf.

 

5. Burg Abenberg

Nachdem bereits in den vergangenen Jahren 12,2 Millionen Euro in die Sanierung der Burg investiert wurden, sollen die bereitgestellten Mittel nun für weitere Baumaßnahmen aufgewandt werden. Mitunter steht die Sanierung der Burgmauer auf dem Programm. Und weil sich viele einig sind, dass ein solch historisches Denkmal wie die Burg mit Leben gefüllt werden muss, beschloss man zusätzlich die Anschaffung einer geeigneten Bühne und die Konzeption neuer Ausstellungen bzw. deren Erweiterung sowie die Schaffung von Freiräumen für die Kinder- und Jugendarbeit.

Für den Wiederaufbau der Zinnen wurde 2005 eine Spendenaktion ins Leben gerufen, bei der Vereine, Verbände, Institutionen, Firmen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Privatleute insgesamt 88 Spenden einreichten. Auch spezielle Aktionen, wie das Zinnenfest trugen so zu den rund 35.000 Euro bei, die bis 2009 beim Förderkreis Burg Abenberg eingingen.

Der Förderkreis existiert seit mittlerweile 25 Jahren und ist von großer Bedeutung für das Bestehen der Burg, denn ohne diesen wäre die Burg heute wahrscheinlich um vieles ärmer und die Sanierungsarbeiten wären nicht ohne zeitliche Verzögerungen und Unterbrechungen möglich gewesen.

 

 

6. Deutsches Burgenmuseum in Bad Colberg-Heldburg

Ein deutsches Burgenmuseum, das die Entwicklung der Burgen, die geschichtlichen Bedingungen, die wichtigsten Gebäude und deren Funtionen sowie das Leben in der Burg erläutert, fehlt bislang völlig. Dieser Aufgabe soll das Deutsche Burgenmuseum, welches auf der Veste Helbburg entsteht, gerecht werden. Dabei wird weiterhin ein Überblick über die Entwicklung des Burgenbaus im deutschen Kulturraum und seines kulturellen und historischen Umfelds gegeben.

Nach Gründung des Trägervereins im Jahr 2005 und einer entsprechendenInfoausstellung in der Veste 2007 begann zwei Jahre später der Innenausbau der Museumsräume. Im Sommer 2013 soll dann die geplante Eröffnung des ersten Deutschen Burgenmuseums gefeiert werden.

 

Auch auf der Veste Helburg sind aufwendige Wiederaufbaumaßnahmen vorgenommen worden. Der Französische Bau wurde wiederhergestellt und die beiden Renaissance-Erker restauriert. Alle Dächer wurden erneuert.

Auch auf der Veste Helburg sind aufwendige Wiederaufbaumaßnahmen vorgenommen worden. Der Französische Bau wurde wiederhergestellt und die beiden Renaissance-Erker restauriert. Alle Dächer wurden erneuert.

 

7. Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

Auch das wohl bedeutendste und besterhaltene Beispiel höfischer Opernhausarchitektur und Opernkultur des Barock – das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth – wird grundlegend restauriert. Anfang April hat Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) grünes Licht für die Planung der nötigen Baumaßnahmen gegeben. Die Gesamtkosten werden mit fast 19 Millionen Euro veranschlagt. Ein Großteil der Kosten entfalle mit rund 12 Millionen Euro auf die Restaurierung des Zuschauerraumes und die Wiederherstellung der originalen Bühnenöffnung. Dadurch soll das Opernhaus neben seiner musealen Nutzung auch von Mai bis Oktober denkmalverträglich mit Konzerten bespielbar sein. Denn bisher war eine solche Nutzung in den Sommermonaten aufgrund der empfindlichen Holzverkleidungen mit seinen Malereien nicht verträglich. Begonnen werden soll mit den Bauarbeiten voraussichtlich Anfang des Jahres 2013. Bei planmäßigem Verlauf wird das Opernhaus nach vierjähriger Bauzeit in 2017 wieder eröffnet.

Mal sehen, ob es dann auf der Welterbeliste der Unesco steht. Denn über den am 1. Februar 2011 gestellten Antrag wird voraussichtlich im Juli 2012 entschieden.

 

Prächtige Wand- und Deckengestaltung im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, Foto: Kongreß- und Tourismuszentrale Bayreuth

Prächtige Wand- und Deckengestaltung im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth

 

 

Neuigkeiten im April (2)

21. April 2011

Abenberg – Neue Ausstellungen in den Museen auf der Burg

Das Klöppelmuseum zeigt seit dem 20. März 2011 in der Sonderausstellung “Schwedische Spitzenkunst – Klöppeln zwischen Tradition und Moderne” Einblicke in die Entwicklung des Klöppelns in dem skandinavischen Land. Ab dem 10. April 2011 spürt die Ausstellung “Heimat im Koffer – Heimat im Herzen – Heimat auf dem Teller” im Haus fränkischer Geschichte auf Burg Abenberg dem Heimatbegriff auf sehr persönliche Art nach. Weitere Informationen

Klöppelkunst aus Schweden, Foto: Abenberg

Klöppelkunst aus Schweden

Heidelberg – Deutschlands älteste Universität feiert Jubiläum

Vor 625 Jahren wurde die Ruperto Carola gegründet, die Heidelberg und seine Geschichte bis in die heutige Zeit wesentlich geprägt hat. Aus diesem Anlass gibt es von April bis Oktober immer samstags um 14.30 Uhr die neue Sonderführung „Die Universität Heidelberg – Magister, Philister und Scholaren“. Sie startet auf dem Universitätsplatz und führt unter anderem in die Alte Aula, den Studentenkarzer und die Peterskirche, wo seit mehr als 100 Jahren Universitätsgottesdienste abgehalten werden. Mehr Information

Außerdem zeigt die Universitätsbibliothek die Ausstellung “625 Jahre Forschung und Lehre an der Ruperto Carola”. Sie veranschaulicht am Beispiel ausgewählter Persönlichkeiten die seit Jahrhunderten bestehende herausragende Bedeutung und Vielfalt der Heidelberger Forschung. Mehr Information

Universitätsbibliothek in Heidelberg, Foto: Heidelberg Marketing GmbH

Universitätsbibliothek in Heidelberg

Heidelberg – Tourist Information in neuem Gewand

Mit einer neu gestalteten Tourist-information am Hauptbahnhof erwartet Heidelberg seit dem 1. April seine Gäste aus aller Welt. Durch den Umbau in den letzten Monaten ist ein modern gestalteter Innenraum entstanden und die Orientierung für Kunden wurde wesentlich verbessert. Zudem wurde ein barrierefreier Zugang mit Automatiktüren geschaffen. Die Tourist Information am Hauptbahnhof hat in der Saison (April bis Oktober) Montag – Samstag von 9 bis 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18  Uhr geöffnet.

tDie neu gestaltete Tourist-Information in Heidelberg, Foto: Heidelberg Marketing GmbH

Die neu gestaltete Tourist-Information in Heidelberg

Burg Guttenberg – Zuwachs in der Deutschen Greifenwarte

In der Deutschen Greifenwarte hat sich die Flugbesatzung um zwei Sperbergeier erhöht. So sind in der Saison 2011 bei den täglichen Flugvorführungen um 11 und um 15 Uhr jetzt erstmals bis zu fünf Geierarten zu sehen. Außerdem erfreuen sich die vor zwei Jahren eingeführten Falknerstunden für Kinder und für Erwachsenen so großer Beliebtheit, dass dieses Angebot ausgebaut wurde. Falkner und Vögel können ab sofort auch für auswärtige Veranstaltungen gebucht werden. Mehr Information

Falknerstunden auf Burg Guttenberg, Foto: Burg Guttenberg

Falknerstunden auf Burg Guttenberg

Kirchberg an der Jagst – “300 Jahre Apotheken in Kirchberg”

Von 3. April bis 25. September 2011 ist im Sandel’schen Museum die Sonderausstellung “300 Jahre Apotheken in Kirchberg” zu sehen. 1711 wurde die erste Apotheke am Ort eröffnet. Auf dem Dachboden des historischen Apothekengebäudes von 1806 hat sich ein umfangreicher Fundus an alten Geräten, Gefäßen, Rezeptbüchern, Herbarien und anderem aus der Kirchberger Apothekengeschichte erhalten. Anhand dieser Objekte zeigt Martin Schimpf, der Vorgänger der heutigen Apothekeninhaberin, in der Ausstellung, wie sich die Arbeit des Apothekers im Laufe von 300 Jahren verändert hat. Weitere Informationen

Apothekengeschichte im Sandel´schen Museum, Foto: Stadt Kirchberg

Apothekengeschichte im Sandel´schen Museum

Rothenburg ob der Tauber – neuer Kletterwald

Ab dem 16. April 2011 gibt es in Rothenburg ob der Tauber eine neue sportliche Attraktion, den Rothenburger Kletterwald. Auf über 71 Kletterelementen in sechs Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gibt es Spaß und Abenteuer für die ganze Familie: Schwingen am Tarzanseil, Balancieren über wackelige Brücken, Fliegen an Seilen mit bis zu 120 Metern Länge durch den Wald. Es geht immer von Baum zu Baum in einer Höhe von ein bis siebzehn Meter. Mehr Information

Kletterwald in Rothenburg ob der Tauber, Foto: Stadt Rothenburg o.d.T.

Kletterwald in Rothenburg ob der Tauber

Bamberg – neue Sehenswürdigkeit “Rucksack House”

Ab dem 10. April installiert der ehemalige Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia Stefan Eberstadt wird sein “Rucksack House”, eine begehbare Skulptur – angesiedelt zwischen Kunst und Architektur – in Bamberg. Das Objekt ist sozusagen ein schwebender, beleuchteter Raum, eine temporäre “Minimalskulptur”. Das “Rucksack House” wird mit Stahlbändern an ein Gebäude im Stadtzentrum Bambergs gehängt und dient als Raumerweiterung. Es wird voraussichtlich ein Jahr lang zu bestaunen sein. Mehr Information

"Rucksack House", Foto: Bamberg Tourismus & Kongress Service

"Rucksack House"

Fränkische Schweiz – Neue Sonderführungen auf Schloss Unteraufseß

Zum Saisonbeginn am 1. April werden auf Schloss Unteraufseß neue Sonderführungen für Gruppen angeboten. Dazu gehört auch die Führung “Hans von Aufseß – eine Familiengeschichte”, die sich dem bekanntesten Mitglied derer von Aufseß widmet. Der Gründer des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg hat auf diesem Schloss einen großen Teil seines Lebens verbracht und hier seine reichhaltige Kunstsammlung begonnen, die später einmal der Grundstock des Germanischen Nationalmuseums werden sollte. Weitere Informationen unter Telefon: 09198/ 998217

Schloss Unteraufseß, Foto: Stadt Aufseß

Schloss Unteraufseß